
10. Mai 2012
Miniatur-Tour
Ausgewählter Beitrag
Dracula-Tour 2010

Zum ersten Mal seit einer kleinen Ewigkeit habe ich mich auf eine Tour wirklich vorbereitet. Ich hatte einen Reiseführer im Gepäck, bin beim ADAC gewesen, um mir Informationsmaterial zu holen und hatte mir bereits im Vorfeld Campingplätze ausgesucht. Sogar ein Reserverad für den T@B habe ich gekauft und zwei Ersatzräder für den Honda hatte ich im bzw. am CR-V. Die Hinweise des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland über Reisen nach Rumänien hatten mich leicht verunsichert. Die Straßen wären angeblich unglaublich schlecht, man solle auf jeden Fall vermeiden, im Dunkeln zu fahren und im Wald würde man von Bären belagert werden.
Die hier in Deutschland weit verbreiteten Vorstellungen von Rumänien sind, um es einfach auszudrücken, einfach nur peinlich. Denn sie sind völlig falsch. Rumänien ist zwar weit weg, Rumänien ist im Osten und Rumänien wurde viele Jahre von dem mehr als zweifelhaften Diktator Nicolae Ceausescu geknechtet. Aber Rumänien ist ein wundervolles Land, es ist voller wunderbarer Menschen und wenigstens die Hauptstraßen sind zum großen Teil besser als bei uns in Deutschland. Doch der Reihe nach:
Die Anreise:
Los ging unsere Tour - meine Ex-Frau und ich hatten eine Interessengemeinschaft gebildet und sind gemeinsam gefahren - am Freitag, den 20. August 2010 um 21:45 Uhr. Unser Ziel war, soweit wie möglich an die Deutsch-Tschechische-Grenze zu kommen. Gekommen sind wir bis nach Sachsen-Anhalt [HIER KLICKEN]. Immerhin 174 Kilometer sind wir am ersten Tag noch gefahren. Und kurz nach Mitternacht stand der T@B auf einem abgeernteten Feld und wir fielen müde ins Bett.
Am Samstag hat uns der Sonnenschein um sieben Uhr in der Frühe geweckt. Elvis buddelte Löcher auf dem Acker, wir machten eine Katzenwäsche und um kurz nach acht Uhr drehten sich die Räder unseres Gespanns erneut.
Seit dem 21. Dezember 2007 gibt es auf Grund des Schengen-Abkommens keine Grenzkontrollen mehr zwischen der Bundesrepublik und Tschechien. Einen kurzen Halt mussten wir an der Grenze trotzdem einlegen, um eine Vignette zu kaufen. Außerdem haben wir kurz hinter der Grenze eine spanische Wassermelone am Straßenrand gekauft - es lebe der freie Handel. Am Straßenrand [HIER KLICKEN] haben wir sie gegessen.
Um 20:05 Uhr kamen wir endlich auf dem Campingplatz "Autocamp Na Kopci" an. Die Waschhäuschen gehören eher zum unteren Standard und der Besitzer hinterließ auf mich einen nicht besonders freundlichen Eindruck. Da der Platz jedoch wunderschön in einem Tal liegt, kann ich ihn auf jeden Fall empfehlen.
Sonntage waren auf dieser Tour nicht meine Welt. In der Nacht hatte ich prima geschlafen, war am Sonntagmorgen duschen und hatte dann versucht, abzuwaschen. Dabei griff ich in ein Messer und schnitt mir ordentlich in den rechten Mittelfinger - eine tiefe Wunde und viel Blut. Zum Glück hatte ich ausreichend Verbandsmaterial dabei.
Um 11:35 Uhr verließen wir den Platz um in die Slowakei zu fahren. Der Grenzübertritt um ca. 14:40 Uhr erfolgte wieder ohne Kontrollen. Und diesmal mussten wir nicht anhalten. Die Vignette für die Straßenbenutzung hatten wir bereits an der Deutsch-Tschechischen Grenze gekauft. 20 Minuten nachdem wir in der Slowakei waren, machten wir erneut eine Pause [HIER KLICKEN].
Der Unterschied zwischen Tschechien und der Slowakei? In Tschechien wechselt die Landschaft zwischen sehr schön und übelst. In der Slowakei war die Gegend überall schön - einzig die Städte waren zum Teil sehr unansehnlich. Den Campingplatz "Neresnica" in Zvolen erreichten wir nach 320 Kilometern um 17:30 Uhr. Er liegt in der Stadt an einer stark befahrenen Straße. Als Transitplatz ist er durchaus geeignet, v.a. weil das Restaurant prima ist. Einen längeren Urlaub würde ich auf dem Platz jedoch nicht verbringen wollen. Der Herr an der Rezeption war allerdings ausgesprochen freundlich. Und lustig fand ich, dass die Kurtaxe pro Person und Tag genau 33 Cent kostete. Hier in der Slowakei wurde ehrlich auf den Euro umgerechnet.
Am Montag verließen wir Zvolen bei grauem Himmel um 8:45 Uhr. Die Grenze nach Ungarn passierten wir um 11:00 Uhr. Und wieder kaufte ich eine Vignette.
Durch Ungarn zu fahren ist wie stundenlanges Geeiere durch die Po-Ebene in Italien. Es ist ermüdend. Unser Weg durch Ungarn bestand einzig aus flachem Land. Schon Stunden bevor man irgendwo ankam, konnte man das Ziel sehen. Ein Fan der Puszta werde ich definitiv nicht werden. Einziges Highlight war das Übersetzen über den Fluss Tisza (Theiß) mit der Fähre [HIER KLICKEN]. Auf dem Campingplatz "Puszta Camping", auf dem wir nach 257 Kilometern um 15:00 Uhr ankamen, wollten wir eigentlich zwei Nächte bleiben. Da wir aber weder von der Gegend noch von dem Platz überzeugt waren, beschlossen wir, dass wir bereits am Dienstag nach Rumänien fahren würden.
Rumänien: Cluj-Napoca - Klausenburg
In meinem Tagebuch steht: "Ich bin unglaublich froh, aus Ungarn raus zu sein...". Um 9:30 Uhr hatten wir am Dienstag, 24.08.2010, den Campingplatz in Ungarn verlassen. Während der Fahrt hatte ich die Nerven verloren und mein Navigationsgerät so eingestellt, dass es nicht mehr die kürzeste, sondern die schnellste Route anzeigt. Mit dem Grenzübertritt nach Rumänien verließen wir den Schengenraum. Tatsächlich wurden wir kontrolliert. Nicht nur unsere Pässe wurden angeschaut, der Zöllner warf auch einen Blick in unseren T@B. Und er machte sich lustig über meinen "Dracula-Tour 2010"-Aufkleber auf dem Auto. Elvis machte einen furchtbaren Terror. Er dachte wohl, dass der nette Herr unser Auto klauen wollte. Also machte sich der Mann vom Zoll auch noch über den Hund lustig. "Wird er zum Werwolf, wenn Vollmond ist?".
Die ersten Kilometer in Rumänien waren ein wenig erschreckend. Man fährt mehr oder weniger durch ein Industriegebiet. Dann kamen wir durch Oradea. Eine reichlich große Stadt, von der wir wenig gesehen haben. Einzig die riesige Baustelle, durch die wir uns im Zentrum quetschen mussten, ist mir noch im Sinn. Doch sowie man aus Oradea raus ist, fängt es schlagartig an, schön zu werden. Und von wegen schlechte Straßen. Die Hauptstraßen sind klasse. Einzig der LKW-Verkehr ist alles andere als ungefährlich. Da es so gut wie keine Autobahnen gibt, rasen die Brummis wie irre durch die Ortschaften.
Der Campingplatz "Eldorado" in Gilau (westlich von Cluj-Napoca) ist eine Wucht. Ausreichend große Plätze, ein kleiner See, freundliches Personal, perfekte Sanitäranlagen und in einer schönen Gegend gelegen. Einzig, dass er direkt an der stark befahrenen E60 liegt, stört den Eindruck ein wenig. Besonders das Spazieren gehen mit Elvis ist schwierig, da man sein Leben riskiert, wenn man an der Straße entlang geht. Und Feldwege wie bei uns in Deutschland sucht man vergebens. Also rennt man mit dem Hund über Wiesen und Felder.
Tagestour: Fäntänelelor-See und Huedin
Ich würde beinahe sagen, dass unsere Tagestour am 25. August ein Reinfall gewesen sein könnte. Denn dort, wo ich hin wollte, an den Fäntänelelor-See, kam ich nicht hin. Der See lag ca. 50 Meter unterhalb der Straße und dort wollte ich mich nicht hinunter stürzen. Fußwege oder wenigstens die Möglichkeit, das Auto vernünftig abzustellen, fand ich nicht. Dafür aber immerhin einen kleinen Fluss und später in Huedin die prächtigen Bauten der Zigeunerbarone. Zum Teil werden diese Häuser nicht oder nur teilweise bewohnt. In erster Linie haben sie die Aufgabe, den benachbarten Familien die eigene Macht zu demonstrieren.
Tagestour: Rimitea - Torockó
Am Donnerstag, 26. August 2010, sehe ich endlich Dinge in Rumänien, die ich dort vor meiner Abfahrt in Deutschland erwartet hatte - Straßen die schlecht sind. Aber eben auch eine unbeschreiblich schöne Landschaft.
Rimetea - der ungarische Name ist Torockó - ist eines der schönsten Dörfer Transsilvaniens. 1999 bekam es den Europa-Nostra-Preis für Weltkulturerbe. Die schneeweißen und neoklassizistisch verzierten Hausfassaden mit roten Dächern und grünen Fensterläden liegen am Fuße des 1129 Meter hohen "Piatra Secuiului". Reichlich lecker war das mit Knoblauch bestrichene Fladenbrot, das ich mir an einem Imbiss gekauft hatte.
Auf dem Weg nach Bran
Um 11:20 Uhr haben wir den Campingplatz Eldorado am Freitag verlassen und uns auf den Weg nach Bran gemacht. In Cluj-Napoca - dort ist übrigens das wohl größte Einkaufszentrum, in dem ich jemals gewesen bin - sind wir auf die Autobahn gefahren. Diese Autobahn, die einmal bis Bukarest führen soll, ist noch nicht fertig. Das Stück, auf dem wir fuhren, war jedoch mehr als genial. Kaum waren wir wieder runter, haben wir uns allerdings auch gleich verfahren und sind nicht die kürzeste oder schnellste, dafür aber eine doch interessante Strecke gefahren.
Wir hatten die Hauptstraße verlassen und sind einen Feldweg gefahren, um einen ruhigen Platz für eine Kaffeepause zu suchen. Ein alter Kuhhirte lief uns über den Weg und bat mich, ihm zu sagen, ob seine Uhr richtig gehen würde. Sie tat es. Seine Hunde allerdings fanden uns überhaupt nicht nett. Vor allem nicht, als wir auf das Gelände gefahren sind, auf dem die eingefallenen Ställe stehen. Wild kläffend rannten sie um unser Gespann herum.
Überhaupt: Die Straßenhunde in Rumänien. Von ihnen gibt es mehr als genug. In regelmäßigen Abständen sieht man einen toten Hund am Straßenrand liegen. Und kaum ein Parkplatz, an dem einem keiner dieser Hunde über den Weg läuft. Ich hätte sie so ziemlich alle mitnehmen wollen. Für Menschen, die sich vor Hunden fürchten, ist immerhin positiv, dass die Straßenhunde Angst vor Menschen haben. Sie kommen zwar zu uns Menschen, um Futter zu suchen, rennen aber weg, wenn man eine bedrohliche Bewegung macht.
Insgesamt sind wir an diesem Tag 364 Kilometer gefahren und um 18:50 Uhr auf dem Campingplatz "Vampirecamping" angekommen. Wie erwartet war der Platz recht gut besucht. Draculas Burg ist ein Tourismusmagnet.
Tagestour: Prejmer - Tartlau
Im Baedeker steht: "Die Kirchenburg von Prejmer / Tartlau ist die größte und eine der grandiosesten in Siebenbürgen. Der Deutsche Ritterorden hatte um 1218 mit ihrem Bau begonnen; nach dem Mongoleneinfall 1241 erfolgte dann der massive Ausbau durch die Siebenbürger Sachsen." Besonders klasse war, dass dort Proben für ein Konzert stattfanden, als wir in der Kirche waren. Weniger klasse war, dass wir einem toten Pferd über den Weg gelaufen sind, als wir auf dem Weg zurück zum Campingplatz waren und mit Elvis auf einem Feldweg spazieren gingen.

Bransinn
Ohne Frage, die Burg, um die sich in Bran alles dreht, ist schön. Und dass die Rumänen es geschafft haben, Touristen - und somit Geld - anzulocken, gönne ich ihnen. Aber meine Welt ist das nicht. In Bran bekommt man keinen Fuß vor den anderen, ohne über einen Touristen zu stolpern. Und deshalb war ich auch nicht in der Burg. Wobei die eh nicht viel mit Graf Dracula zu tun haben soll. Es ist nicht einmal gesichert, ob Vlad Tepes überhaupt jemals in dieser Burg gewesen ist.
Bran jedenfalls liegt in einer Gegend, in der all die Fehler gemacht werden, die wir bei uns bereits begangen haben. Auf den Fotos kann man recht schön erkennen, welche Hotelburgen dort wachsen. Hätte ich dem Land doch durchaus gewünscht, dass man sich am "sanften Tourismus" orientiert.
Am Samstag Abend waren wir in Poiana Brasov zum Essen. Sehr luxuriös und wohl nur für oberen Zehntausend. Der Bär, der auf der Speisekarte stand, war allerdings ausverkauft. Und das Pony, das zur Bespaßung der Kinder durch das Restaurant geführt wurde, durfte man nicht essen. Das Essen war trotzdem spitze und für unsere Verhältnisse durchaus günstig.
Am Sonntag war übrigens das schöne Wetter vorbei. Bisher hatten wir jeden Tag über 30 Grad im Schatten und Sonnenschein. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es ein kurzes Gewitter. Von nun an wurde es deutlich kühler und unbeständiger.
Um die Bran-Geschichte zusammenzufassen: Wenn man in Rumänien ist, muss man dort gewesen sein. Alles andere wäre, als wenn man in Paris den Eiffelturm oder in Berlin das Brandenburger Tor nicht gesehen hätte. Einen zweiten Besuch wird man sich aber auf jeden Fall sparen können. Rumänien bietet andere, mindestens genauso sehenswerte Ziele.
Bergtour
Am Sonntagabend hatte ich genug von dem Rummel und musste einfach raus. Also setzte ich mich ins Auto und fuhr südlich von Bran in die Berge.
Aus der Asphaltstraße wurde schnell eine Schotterpiste, die in keinster Weise abgesichert war. Große Teile musste ich im ersten Gang fahren, um überhaupt hinauf zu kommen. Die Aussicht, die ich dafür genießen durfte, war jedoch eine mehr als befriedigende Belohnung für dieses kurze Abenteuer.
Auf dem Weg nach Sibiu - Hermannstadt
Am Montag haben wir "Vampirecamping" um Punkt 10 Uhr verlassen, um nach 186 Kilometern auf dem Campingplatz "Ananas" in Cisnadioara, südlich von Sibiu, anzukommen.
Von den Campingplätzen, auf denen wir in Rumänien gewesen sind, ist Ananas der schlechteste. Die Zufahrt ist besonders für größere Gespanne schwierig, weil man über einen langen, engen und schlechten Feldweg fahren muss. Der Platz selber ist recht klein und es gibt kaum ebene Stellplätze. Die sanitären Anlagen waren zwar sauber, aber es gab gerade einmal zwei Toiletten im Herrenklo. Wenn der Platz etwas besser besucht ist, wird das nicht ausreichen. Außerdem laufen auf dem Platz viele Straßenhunde herum, die versuchen, etwas Futter zu erbetteln.
Es ist in Rumänien übrigens nicht unüblich, dass man die Stellgebühr bereits bei der Anreise bezahlen muss. Auf "Ananas" war bei unserer Ankunft gar kein Personal. Ein kleines Schild hing an der Rezeption und informierte, dass man sich in der Zeit von 19:00 bis 20:00 Uhr anmelden könne. Dann saß eine junge Frau auf einer Bank und kassierte. Was in Rumänien allerdings durchaus positiv ist, ist, dass man sich überall mit Englisch durchschlagen kann. Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der niemand aufzutreiben war, der Englich gesprochen hatte.
Sibiu, europäische Kulturhauptstadt 2007, ist wunderschön. Wüsste man es nicht besser, könnte man auf jeden Fall im Stadtzentrum glauben, irgendwo in der Vergangenheit in Deutschland zu sein. An den Haupteinfallsstraßen größerer Städte kann man das grundsätzlich glauben. Kik, Takko, Obi, real, Lidl, McDonald's und KFC finden sich fast überall.
Tagestour: Durch das Fagaras-Gebirge
Diese Tour am Dienstag, 31. August 2010, war erheblich länger, als ich mir das vor der Abfahrt gedacht hatte. 370 Kilometer sind wir durch das Fagaras-Gebirge gefahren. Am Vormittag hatten wir überwiegend Regen, als wir auf der E81 von Sibiu Richtung Süden nach Ramnicu Valcea gefahren sind. Auf dieser Straße war - wie so oft in Rumänien - die Hölle los. Diese Kombination aus Regen und Verkehr ließ uns die tollen Berge nur teilweise genießen.
Ab Curtea de Arges wurde das Wetter besser und die Landschaft sogar unbeschreiblich. Die Passstraße, vorbei am höchsten Berg Rumäniens, dem 2544 Meter hohen Moldoveanu, war gut ausgebaut, auch wenn es keine Leitplanken gab, die vor einen Sturz in die Tiefe schützten. Mittlerweile war es spät und es wurde dunkel. Zu allem Überfluss zog auch noch Nebel auf und die Außentemperatur sank auf 2° C. Beinahe hätte ich einen Hirtenhund überfahren, der eigentlich auf eine Schafherde aufpassen sollte, jedoch entschied, mein Auto anzugreifen. Durch die Nebelschwaden sah ich einen Schatten und trat, zum Glück fuhr ich nur Schrittgeschwindigkeit, auf die Bremse. Dem Nebel ist wohl zu verdanken, dass der Hund heute noch lebt.
Nach elfeinhalb Stunden kamen wir erschöpft, aber glücklich auf dem Campingplatz an.
Auf dem Weg nach Arad
Mittwoch, 1. September 2010, Dauerregen. Sechs Stunden und zwanzig Minuten sind wir auf der E68 gefahren. Dann endlich kamen wir, noch immer im strömenden Regen, auf dem Campingplatz "Route Roemenie" an. Dies war der kleinste Platz unserer Tour. Die Besitzer jedoch sind so nett und freundlich, dass er für mich jedenfalls der mit Abstand beste Platz war.
Der Campingplatzbesitzer hat uns viel über die Geschichte Rumäniens erzählt. Und Adam, der Campingplatz-Hund, ist einfach nur der Knüller. Wenn ich mit Elvis spazieren ging, kam er mit. Wenn dann die Straßenhunde kamen, die Elvis aus ihrem Revier verjagen wollte, stellte er sich zwischen Elvis und die anderen Hunde und vertrieb sie.
Tagestour: Timisoara - Temeschwar
Endlich wieder Sonnenschein. Aber das Thermometer zeigt trotzdem nur 22° C an. Wir sind die 80 Kilometer nach Timisoara gefahren. Besonders der Platz der Einheit - die Piata Unirii - ist sehenswert. Und dass Johnny Weissmuller - der "wahre" Tarzan - 1904 in Timisoara geboren wurde, ist natürlich der Hit.
Zurück nach Deutschland
Am Freitag ging dann alles ganz schnell. Wir haben den T@B startklar gemacht und um 10:04 Uhr den Campingplatz verlassen. Bis Szeged in Ungarn haben wir uns über Landstraßen gequält. Immerhin waren die Grenzkontrollen, wir sind ja in Naglak wieder in den Schengenraum gefahren, problemlos. Unsere letzten ungarischen Forint, die wir noch von der Hinfahrt hatten, haben wir für Zwiebeln und Knoblauch am Straßenrand ausgegeben.
Am Mures, der in Szeged in die Tisza fließt, haben wir noch einmal eine etwas längere Frühstückspause eingelegt. Dann auf die Autobahn, vorbei an Budapest und an Wien. Eine kurze Pause, um eine Pizza zu essen, dann weiter auf der Autobahn bis Aistersheim. Um 23:00 Uhr haben wir Feierabend gemacht. Immerhin waren wir bereits seit 14 Stunden unterwegs, da wir an der Grenze zwischen Rumänien und Ungarn durch die Zeitumstellung die Stunde wieder verloren hatten, die wir auf dem Hinweg gewonnen hatten. Außerdem reichen 797 Kilometer an einem Tag durchaus.
Am Samstag sind wir um sieben Uhr losgefahren. Wieder lagen über 750 Kilometer vor uns. Um Punkt 18 Uhr stand der T@B vor dem Haus, in dem ich wohne.
Insgesamt sind wir über 5000 Kilometer in zwei Wochen gefahren. Aber wenn ich es mir irgendwie in meinem Leben noch einmal leisten kann, wird dies nicht die einzige Dracula-Tour in meinem Leben gewesen sein.
Matthias 06.09.2010, 12.16
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Kommentare zu diesem Beitrag
Hi Matthias
Nice story, seems that you had a good trip :-)
Glad to see you are back in Deutschland already.....so you have plenty of time to go to T@B treff in Denmark in coming weekend to tell us all about your trip :-)
vom 07.09.2010, 18.36
Hallo Kenny!
Ich würde gerne kommen, aber ich schaffe es an diesem Wochenende leider nicht. Hoffentlich schaffe ich es zum nächsten Treffen.
Liebe Grüße an alle, die mich kennen... Matthias

























































Danke für die ausführliche Beschreibung der Rumänien Tour. Wir wollen in diesem Jahr (unsere 2. Reise mit dem, im letzten Jahr gekauften Tab 320) ebenfalls die Südkarpaten Tour machen und haben dafür ca 3 Wochen geplant.
Anschließend soll es über Belgrad, Bosnien noch für ebenfalls 3 Wochen auf die Insel Hvar gehen.
vom 09.04.2012, 12.07
Ich wünsche euch viel Spaß dabei. Je früher ihr fahrt, desto besser. Denn Rumänien verändert sich täglich. Und nicht nur zum Guten.
Liebe Grüße... Matthias