Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Reisen

Silvester in Silberborn

Als ich am Samstag Nachmittag nach Hause bekommen bin, hatte ich den Shorty-Sporty gleich am Auto angehängt gelassen. Denn bereits am Sonntag ging es wieder los. Nach dem Rummel an der Ostsee war mir klar, dass ich Silvester in aller Ruhe verleben müsste. Ein mehr als geeigneter Ort dafür ist der Campingplatz Silberborn im Hochsolling. Diesmal allerdings waren Tigra und ich nicht allein, sondern wir hatten eine Begleitung dabei.

Der Campingplatz ist eine Wucht. Nicht besonders modern, nicht besonders nobel. Kein überflüssiger Luxus, kein Schnick-Schnack für die Glamper. Einfach nur ein Campingplatz mit unglaublich netten Menschen, einfach nur Ruhe pur. Vom Silvesterrummel haben wir so gut wie nichts mitbekommen. Ein paar Raketen irgendwo im Dorf, in dem zeitig die Bordsteine hochgeklappt wurden. Dafür aber konnte man am Neujahrstag wunderbar durch das Hochmoor wandern. 

Am 2. Januar mussten wir aber leider schon wieder - bei bestem Sonnenschein - nach Hause. 


Matthias 02.01.2019, 21.00 | (0/0) Kommentare | PL

Weihnachten an der Ostsee

Nach anstrengenden Wochen und Monaten musste ich über Weihnachten einfach raus aus meiner Welt. Mir ein paar Tage den Wind um die Ohren blasen lassen, keine Menschen treffen, die ich kenne, einfach Ruhe haben. Also fuhr ich am Heilig Abend an die Ostsee. Der Shorty-Sporty war schnell gepackt und die Autobahn, ich fuhr die längere Strecke über Hamburg, war frei. Um 14.15 Uhr kam ich in Kühlungsborn an. Die Rezeption hatte zwar schon geschlossen, aber die Security wies mir einen netten Platz zu.

Wohnwagen abstellen, Strom anschließen, Heizung anwerfen. Und dann stauen, auf was für einem Campingplatz ich gelandet bin. Der "Campingpark Kühlungsborn" erinnert mich mehr an einen Luxusplatz in Italien als an einen typisch deutschen Platz. Eine super Organisation, alles ist gepflegt, die Sanitäranlagen sind... genial. Für die Jahreszeit war der Platz gut gefüllt.



Also wundern und dann mit Tigra ab an den Strand. Auf dem Campingplatz gibt es mehrere Zugänge, die zur Ostsee führen. Um an den Strand zu kommen, muss man mittels einer Karte eine Tür öffnen. Das funktioniert prima, die Tür fällt sogar wieder von allein ins Schloss. Ein paar Schritte geht man durch den Wald und schon hat man es geschafft. Der Strand ist sauber und wirkt, wie auch eben der Campingplatz, sehr gepflegt. Im Westen ist ein kleiner Hundestrand ausgewiesen. Jetzt im Winter interessiert das niemanden und die Hunde laufen überall herum. Durchaus beeindruckend fand ich, dass ich niemanden gesehen habe, der die Haufen seines Hundes nicht entsorgt hatte. Prima.



Nach Kühlungsborn sind es nur wenige Schritte, wenn man Richtung Osten läuft. Läuft man nach Westen, kommt gar nichts mehr. Strand, Meer, Wind, Einsamkeit. Ebenfalls sehr schön.
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Am ersten Weihnachtstag hatte ich mich dann offiziell angemeldet. Als ich die Rezeption betrat, war ich mehr als überrascht. Anstatt einen schlechtgelaunten Mitarbeiter zu treffen, saßen drei freundliche Menschen hinter dem Tresen, die alle tatsächlich arbeiteten. Spannend fand ich, wie die Zufahrt zum Campingplatz geregelt ist. Keine Schlüssel, keine Karten, kein Personal, das einen Knopf drücken muss. Stattdessen wird das Kfz-Kennzeichen gelesen und, wenn es auf dem Platz registriert ist, öffnet sich die Schranke. Hightech, die das Leben leichter macht. Zumal man sich keine Sorgen machen muss, die Karte oder den Schlüssel im Wohnwagen vergessen zu haben und erst einmal Rennerei hat, bevor man wieder auf den Platz kommt.

Die Weihnachtsfeiertage habe ich damit verbracht zu schlafen. Ich war oft mit Tigra am Strand und ich habe mich tatsächlich über die kostenlosen Duschen gefreut. Klar, natürlich wird das Duschen auf den Grundpreis geschlagen. Aber nicht ständig eine Münze in einen Schlitz zu werfen ist praktisch. Und dann war ich noch in Heiligendamm. Langweilig. Aber auf der Fahrt hatte ich gesehen, dass Molli in dieser Gegend ihre Kreise dreht.
Am 27. Dezember bin ich nach Rostock gefahren, um mir endlich eine vernünftige Halterung für meinen Fernseher zu kaufen. Ich war dann auch noch bei Ikea. Etwas Kleinkram kann ja nie schaden. Z.B. eine Matte für den Waschraum, ein paar Topflappen und drei Kissen.

Am nächsten Tag war ich dann noch einmal in Rostock. Diesmal bei Toom, um mir einen Akkubohrer zu kaufen. Auf dem Rückweg hielt ich dann erst am Bahnhof Kühlungsborn Ost, danach am Bahnhof Kühlungsborn West an, um mich über die Baureihe 99 zu freuen.




Am Nachmittag habe ich den Fernseher über dem Bett sowie ein paar Haken für Handtücher, Topflappen usw. angeschraubt.

Samstag, um kurz nach 10.00 Uhr, ging es dann wieder nach Hause, nachdem ich für fünf Nächte "schlappe" 154,50 Euro bezahlt hatte. Es war höchste Eisenbahn, um abzureisen. Der Campingplatz wurde von Stunde zu Stunde voller und am Abend vor meiner Abreise wütete die schlechte Animation bereits am Restaurant des Platzes - Lagerfeuer, fiese und laute Schlagermusik und massenhaft Menschen, die laut waren.

Eher unabsichtlich fuhr ich über Schwerin. Bis Ludwigslust ist das kein Problem, leere, schöne Autobahnen. Danach dann aber über die Dörfer nach Celle. Das hält auf und verbraucht, obwohl die Strecke viel kürzer ist, mehr Diesel als die Fahrt über Hamburg.

Den Wohnwagen hatte ich am Nachmittag gar nicht erst abgehängt. Denn schon am nächsten Tag sollte es wieder losgehen.


Mein Fazit: Ein toller Campingplatz, ein toller Strand, eine tolle Stadt. Aber wehe, man erwischt die Hauptsaison. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es in Kühlungsborn im Sommer aussieht.

Matthias 29.12.2018, 21.25 | (0/0) Kommentare | PL

Deutsche Rallycross Meisterschaft in Oschersleben

Vom 26. bis 28. Oktober steht der Shorty-Sporty nicht vor, sondern hinter dem Zaun. 

Wir waren wieder in Oschersleben. Diesmal allerdings nicht auf der Durchreise, sondern die Motorsport Arena war unser Ziel.

Die DRX (Deutsche Rallycross Meisterschaft) und Autocross standen auf dem Programm.


Da der Campingplatz geschlossen hatte, durfte ich die zwei Nächte für 25 Euro im Fahrerlager campen. Das ist toll. Man ist mitten im Geschehen, hat Strom, Wasser ist vor der Tür und richtige Toiletten und Duschen sind fix zu erreichen.

Blöd war, dass es unglaublich kalt gewesen ist. Himmel, noch vor ein paar Wochen bin ich im T-Shirt und in kurzer Hose durch die Gegend gelaufen. An diesem Wochenende hatte ich eine lange Unterhose an, trug ein Winter-T-Shirt und... trotzdem war mir kalt. 

Die Rennen waren... hmmmm... interessant. Leider gibt es in Oschersleben keine Jokerlap. Nach der ersten Runde steht mehr oder weniger fest, wer gewinnen wird. Zuschauer waren auch kaum da. Und am Sonntag - übrigens nach der Zeitumstellung - war es kaum möglich, vernünftige Fotos zu machen. Es war einfach zu dunkel. Außerdem hatte ich noch nicht so richtig begriffen, wie ein solches Wochenende ablaufen würde. Naja, die Veranstalter wohl auch nicht. Immer wieder kam es zu unerwarteten Pausen. Toll war es trotzdem.  Und ich werde wieder hinfahren, wenn dieses Event im nächsten Jahr wieder stattfinden wird und ich Zeit haben werde. 

Für Elvis und Tigra war es klasse. Nach den Rennen hatten wir den gesamten Nord-Bereich der Motorsport Arena für uns. Jagen, toben, schnuppern. Toll. Ich fand das eher "melancholisch". So, als wenn man den letzten Tag auf einem Campingplatz ist, der in die Winterpause geht.

Am Sonntag warf ich, in "tiefer Nacht" um 17:30 Uhr, den Diesel an und es ging zurück nach Celle. Diesmal fuhr ich erst Richtung Osten bis zur A14, um die Baustelle Richtung A2 zu umgehen. Das waren 20 Kilometer Umweg... die sich nicht gelohnt hatten.

Matthias 06.11.2018, 23.25 | (0/0) Kommentare | PL

Sachsenring - Mein erstes Wochenende mit dem Shorty-Sporty

Meine erste Fahrt mit dem Shorty-Sporty ging am Donnerstag, 6. September 2018, in strömendem Regen erst einmal... gar nicht los.

Ich hatte am Mittag meinen Neuen geholt, bin mit ihm zur Arbeit gefahren, habe dort Wasser aufgefüllt, war arbeiten und bin dann um ca. 19:00 Uhr zu Hause gewesen. Dort habe ich meine Sachen gepackt, bin duschen gewesen und wollte um 20:30 Uhr losfahren, um noch schnell bei Lidl ein paar Lebensmittel kaufen zu können. Als ich im Pathfinder saß, fing es übelst an zu regnen. Und als ich dann am Zündschlüssel drehte und statt des Diesels nur ein leises "klack-klack-klack" hörte, wusste ich sofort, dass ich vergessen hatte, den Kühlschrank auszuschalten. 

Die Batterie war leer, ich musste mir Starthilfe holen. Mein Vater kam, wir fummelten bei dem mittlerweile noch stärker gewordenem Regen herum. Irgendwann lief der Nissan, ich war nass. Und so ging es es dann erst um 21:20 Uhr los. Das mit dem Einkaufen konnte ich vergessen. 

Wochenlang nur Sonnenschein und Hitze. Und jetzt saß ich nass im Pathfinder, konnte schlecht sehen, weil es gefühlt der dunkelste Abend der Jahres war und mir die riesigen Regentropfen an die Windschutzscheibe knallten. Nach 15 Kilometern eine kurze Pause. Tanken. Dann weiter Richtung Autobahn in Braunschweig. Dort auf die A2 Richtung Berlin. Ich wurde müde und beschloss, an der ehemaligen Staatsgrenze in Marienborn zu schlafen. Dumm nur, dass es dort keinen freien Parkplatz für mich gab. Also wieder rauf auf die Autobahn und schnell einen neuen Plan entwickeln. 

Ich wusste, dass man an der Rennstrecke in Oschersleben gut schlafen kann. Jedenfalls dann, wenn dort keine Veranstaltung ist. So verließ ich die BAB 2 in Eilsleben und musste erst einmal eine riesige Umleitung fahren, weil der direkte Weg gesperrt war. Immerhin tröpfelte es nur noch. 

Auf dem Parkstreifen vor dem Haupteingang der Motorsport Arena stellte ich mein Gespann ab, kurbelte die Stützen runter und ging eine Runde mit den Hunden Elvis und Tigra. Dann ab ins Bett, eine Flasche Bier getrunken und Augen zu. Ich schlief super und wachte am Morgen erst um halb neun auf.

Diesen Platz zum Übernachten kann ich wirklich empfehlen. Man ist nicht ganz raus aus der Welt, ist trotzdem sicher und hat nachts seine Ruhe. Keine LKW, keine Menschen.



Kaffee im Bett, eine Runde mit den Hunden, ein zweiter Kaffee. Dann den Shorty-Sporty reisefertig machen und ab zum Marktkauf in Oschersleben. Ich musste ja den Einkauf noch nachholen. Um halb elf war ich auf der Autobahn A14 und fuhr Richtung Süden.

Am Nachmittag kam ich am Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal an. Der Mensch vom Campingplatz erkannte mich wieder und wusste sogar, wo ich im letzten Jahr gestanden hatte. Und das, obwohl mein Wohnwagen ja nun erheblich unauffälliger ist.

Der Platz ist an einem Abhang, die Deichsel ist zu lang, wir standen ein wenig schief. Außerdem drücken sich die Stützen in den matschigen Boden. Ich werde das "Problem" in naher Zukunft lösen. Aber überhaupt... die Stützen... was für eine Kurbelei. Gefühlt 80 Umdrehungen pro Ecke. 

Am Nachmittag, vor dem großen Regen, war ich an der Rennstrecke. Dann goß es erneut wie aus Küblen. Samstag und Sonntag war das Wetter dann aber wieder prima. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Und vor allem trocken. Schade, dass man am Sachsenring so schlecht gucken kann. Das ist echt keine zuschauerfreundliche Strecke. Und das, obwohl sie in dieser Form erst 2003 gebaut wurde. 

Als am Sonntag Nachmittag noch das letzte Rennen lief, ging ich zurück zum Campingplatz, packte meine Sachen, ging mit den Hunden auf die Wiese neben dem Campingplatz und machte mich anschließend auf die Socken Richtung Heimat. Als ich auf der A 14 war, rief ich die Polizei an, da direkt neben dem Standstreifen drei Rehe standen. Die Polizistin am Telefon war nett, was aus meinem Anruf wurde, weiß ich jedoch nicht.

Um ca. 22:30 Uhr war ich nach 875 Kilometern wieder zu Hause. 

Meine Erkenntnisse der ersten "richtigen" Fahrt: Es ist egal, wie breit ein Wohnwagen ist. Jedenfalls auf Bundesstraßen und Autobahnen. Viel entscheidender ist die Länge. Kurven kann ich nicht mehr so "sportlich" nehmen wie bisher und der Scheitelpunkt ist von nun an nicht mehr das angestrebte Ziel.

Dafür aber liegt der Shorty-Sporty wie ein Brett auf der Straße. Seitenwind und überholende LKW waren kaum zu spüren. Und das Gewicht? Was soll ich schreiben? Ich kann dazu nichts sagen. 190 PS und 450 NM hat der Pathfinder. Ich darf 3,5 Tonnen ziehen. Da sind die 1200 Kilo vom Knaus ein Kinderspiel. 

Meine Fotos von den Rennautos sind übrigens HIER auf Zonerama zu sehen.

Matthias 10.09.2018, 07.24 | (0/0) Kommentare | PL