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Tag: Sachsen

Deutsche Rallycross Meisterschaft in Oschersleben


Vom 26. bis 28. Oktober steht der Shorty-Sporty nicht vor, sondern hinter dem Zaun. 

Wir waren wieder in Oschersleben. Diesmal allerdings nicht auf der Durchreise, sondern die Motorsport
Arena war unser Ziel.

Die DRX (Deutsche Rallycross Meisterschaft) und Autocross standen auf dem Programm.


Da der Campingplatz geschlossen hatte, durfte ich die zwei Nächte für 25 Euro im Fahrerlager campen. Das ist toll. Man ist mitten im Geschehen, hat Strom, Wasser ist vor der Tür und richtige Toiletten und Duschen sind fix zu erreichen.

Blöd war, dass es unglaublich kalt gewesen ist. Himmel, noch vor ein paar Wochen bin ich im T-Shirt und in kurzer Hose durch die Gegend gelaufen. An diesem Wochenende hatte ich eine lange Unterhose an, trug ein Winter-T-Shirt und... trotzdem war mir kalt. 

Die Rennen waren... hmmmm... interessant. Leider gibt es in Oschersleben keine Jokerlap. Nach der ersten Runde steht mehr oder weniger fest, wer gewinnen wird. Zuschauer waren auch kaum da. Und am Sonntag - übrigens nach der Zeitumstellung - war es kaum möglich, vernünftige Fotos zu machen. Es war einfach zu dunkel. Außerdem hatte ich noch nicht so richtig begriffen, wie ein solches Wochenende ablaufen würde. Naja, die Veranstalter wohl auch nicht. Immer wieder kam es zu unerwarteten Pausen. Toll war es trotzdem.  Und ich werde wieder hinfahren, wenn dieses Event im nächsten Jahr wieder stattfinden wird und ich Zeit haben werde. 

Für Elvis und Tigra war es klasse. Nach den Rennen hatten wir den gesamten Nord-Bereich der Motorsport Arena für uns. Jagen, toben, schnuppern. Toll. Ich fand das eher "melancholisch". So, als wenn man den letzten Tag auf einem Campingplatz ist, der in die Winterpause geht.

Am Sonntag warf ich, in "tiefer Nacht" um 17:30 Uhr, den Diesel an und es ging zurück nach Celle. Diesmal fuhr ich erst Richtung Osten bis zur A14, um die Baustelle Richtung A2 zu umgehen. Das waren 20 Kilometer Umweg... die sich nicht gelohnt hatten.

Matthias 06.11.2018, 23.25 | (0/0) Kommentare | PL

Pullman City - Eine Nacht mit Begleitung

Am Freitag, 14. September 2018, durfte Shorty-Sporty wieder auf Tour. Diesmal ging es für eine Nacht in den Ost-Harz - in die Pullman City in Hasselfelde. Die Fahrt war einfach und unkompliziert, wenig Verkehr, schönes Wetter und ein toller Blick von der B6 auf den Brocken. In Pullman City angekommen rauf auf den Campingplatz, ab zum Kassenhaus und ein Ticket für die Nacht gelöst. Es muss nur der Stellplatz bezahlt werden. Fünf Euro sind ein Schnäppchen. Dafür gibt es dann aber auch weder Strom noch eine Toilette. Egal. Wir, meine Kollegin und ich, hatten den Knaus direkt am Zaun zu den Longhorns gestellt. Und gleich dahinter waren die Büffel. Also hatten wir einen tollen Ausblick. 

Nachdem der Wohnwagen richtig stand und wir eine Runde mit den Hunden gedreht hatten, gingen wir in den Freizeitpark. Die Shows hatten wir, weil es schon spät am Nachmittag war, alle verpasst. Und so hatten wir die Stadt fast für uns allein. 

 

Nach dem ersten Rundgang durch die Stadt sind wir wieder zurück zum Wohnwagen gegangen, haben eine Tasse Kaffee getrunken und sind um ungefähr 20:00 Uhr in den Big Moose Saloon gegangen. "The Lennebrothers Band" spielten an diesem Abend Rock'n'Roll. Doch viel mehr als die Musik oder der Saloon hatten mich die Gäste überrascht. Nicht nur, dass recht viele Menschen dort waren, sondern besonders, dass die, die dort waren, fast alle ihre Westernklamotten an hatten. Cowboys, Indianer, Trapper, Sheriffs. Frauen in bombastischen Kleidern, Männer in schnieken Anzügen. Und ich Trottel hatte meinen Stetson im Wohnwagen vergessen. Egal. 

Viel Bier, leckere Burger, wilde Tänze. Und tatsächlich nette Menschen um uns herum. Ein toller Abend, an dem ich erst um 2:45 Uhr im Bett war. 

Doch die Dinette ist ein Problem. Meine Kollegin ist recht klein und hat mit dem 185 cm langen Bett keine Schwierigkeiten. Die Fläche, die sich mit einem Sitzkissen und dem Zusatzkissen bauen lässt, ist jedoch alles andere als eben. Für eine Nacht mag das gehen. Wer die zum Bett umgebaute Dinette jedoch für einen längeren Urlaub nutzen möchte, sollte sich dort etwas anderes einfallen lassen. 

Am Samstag Mittag ging es dann wieder zurück nach Celle. Und wieder tolles Wetter, leere Straßen und die Vorfreude auf einen unglaublich ruhigen Sonntag.

Diesmal durfte Shorty-Sporty 315 Kilometer laufen. 

Matthias 17.09.2018, 12.38 | (0/0) Kommentare | PL

Sachsenring - Mein erstes Wochenende mit dem Shorty-Sporty

Meine erste Fahrt mit dem Shorty-Sporty ging am Donnerstag, 6. September 2018, in strömendem Regen erst einmal... gar nicht los.

Ich hatte am Mittag meinen Neuen geholt, bin mit ihm zur Arbeit gefahren, habe dort Wasser aufgefüllt, war arbeiten und bin dann um ca. 19:00 Uhr zu Hause gewesen. Dort habe ich meine Sachen gepackt, bin duschen gewesen und wollte um 20:30 Uhr losfahren, um noch schnell bei Lidl ein paar Lebensmittel kaufen zu können. Als ich im Pathfinder saß, fing es übelst an zu regnen. Und als ich dann am Zündschlüssel drehte und statt des Diesels nur ein leises "klack-klack-klack" hörte, wusste ich sofort, dass ich vergessen hatte, den Kühlschrank auszuschalten. 

Die Batterie war leer, ich musste mir Starthilfe holen. Mein Vater kam, wir fummelten bei dem mittlerweile noch stärker gewordenem Regen herum. Irgendwann lief der Nissan, ich war nass. Und so ging es es dann erst um 21:20 Uhr los. Das mit dem Einkaufen konnte ich vergessen. 

Wochenlang nur Sonnenschein und Hitze. Und jetzt saß ich nass im Pathfinder, konnte schlecht sehen, weil es gefühlt der dunkelste Abend der Jahres war und mir die riesigen Regentropfen an die Windschutzscheibe knallten. Nach 15 Kilometern eine kurze Pause. Tanken. Dann weiter Richtung Autobahn in Braunschweig. Dort auf die A2 Richtung Berlin. Ich wurde müde und beschloss, an der ehemaligen Staatsgrenze in Marienborn zu schlafen. Dumm nur, dass es dort keinen freien Parkplatz für mich gab. Also wieder rauf auf die Autobahn und schnell einen neuen Plan entwickeln. 

Ich wusste, dass man an der Rennstrecke in Oschersleben gut schlafen kann. Jedenfalls dann, wenn dort keine Veranstaltung ist. So verließ ich die BAB 2 in Eilsleben und musste erst einmal eine riesige Umleitung fahren, weil der direkte Weg gesperrt war. Immerhin tröpfelte es nur noch. 

Auf dem Parkstreifen vor dem Haupteingang der Motorsport Arena stellte ich mein Gespann ab, kurbelte die Stützen runter und ging eine Runde mit den Hunden Elvis und Tigra. Dann ab ins Bett, eine Flasche Bier getrunken und Augen zu. Ich schlief super und wachte am Morgen erst um halb neun auf.

Diesen Platz zum Übernachten kann ich wirklich empfehlen. Man ist nicht ganz raus aus der Welt, ist trotzdem sicher und hat nachts seine Ruhe. Eine LKW, keine Menschen.



Kaffee im Bett, eine Runde mit den Hunden, ein zweiter Kaffee. Dann den Shorty-Sporty reisefertig machen und ab zum Marktkauf in Oschersleben. Ich musste ja den Einkauf noch nachholen. Um halb elf war ich auf der Autobahn A14 und fuhr Richtung Süden.

Am Nachmittag kam ich am Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal an. Der Mensch vom Campingplatz erkannte mich wieder und wusste sogar, wo ich im letzten Jahr gestanden hatte. Und das, obwohl mein Wohnwagen ja nun erheblich unauffälliger ist.

Der Platz ist an einem Abhang, die Deichsel ist zu lang, wir standen ein wenig schief. Außerdem drücken sich die Stützen in den matschigen Boden. Ich werde das "Problem" in naher Zukunft lösen. Aber überhaupt... die Stützen... was für eine Kurbelei. Gefühlt 80 Umdrehungen pro Ecke. 

Am Nachmittag, vor dem großen Regen, war ich an der Rennstrecke. Dann goß es erneut wie aus Küblen. Samstag und Sonntag war das Wetter dann aber wieder prima. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Und vor allem trocken. Schade, dass man am Sachsenring so schlecht gucken kann. Das ist echt keine zuschauerfreundliche Strecke. Und das, obwohl sie in dieser Form erst 2003 gebaut wurde. 

Als am Sonntag Nachmittag noch das letzte Rennen lief, ging ich zurück zum Campingplatz, packte meine Sachen, ging mit den Hunden auf die Wiese neben dem Campingplatz und machte mich anschließend auf die Socken Richtung Heimat. Als ich auf der A 14 war, rief ich die Polizei an, da direkt neben dem Standstreifen drei Rehe standen. Die Polizistin am Telefon war nett, was aus meinem Anruf wurde, weiß ich jedoch nicht.

Um ca. 22:30 Uhr war ich nach 875 Kilometern wieder zu Hause. 

Meine Erkenntnisse der ersten "richtigen" Fahrt: Es ist egal, wie breit ein Wohnwagen ist. Jedenfalls auf Bundesstraßen und Autobahnen. Viel entscheidender ist die Länge. Kurven kann ich nicht mehr so "sportlich" nehmen wie bisher und der Scheitelpunkt ist von nun an nicht mehr das angestrebte Ziel.

Dafür aber liegt der Shorty-Sporty wie ein Brett auf der Straße. Seitenwind und überholende LKW waren kaum zu spüren. Und das Gewicht? Was soll ich schreiben? Ich kann dazu nichts sagen. 190 PS und 450 NM hat der Pathfinder. Ich darf 3,5 Tonnen ziehen. Da sind die 1200 Kilo vom Knaus ein Kinderspiel. 

Meine Fotos von den Rennautos sind übrigens HIER auf Zonerama zu sehen.

Matthias 10.09.2018, 07.24 | (0/0) Kommentare | PL