Durchfall

Schonik hatte ein paar Tage übelst Durchfall. Doch anstatt mich nachts zu wecken, wenn er muss, geht er ins Badezimmer, macht seinen Haufen vor die Toilette, kommt dann zurück ins Bett und weckt mich. Ich hatte überlegt, zum Tierarzt zu gehen, dachte dann jedoch, dass man es vielleicht auch einfach einmal aushalten müsse. 

Jetzt ist alles wieder gut. 


Matthias 30.05.2019, 14.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Krank, Tierarzt,

Preis der Stadt Magdeburg

Der Preis der Stadt Magdeburg, ausgefahren in der Motorsportarena Oschersleben, ist eine kleine Veranstaltung, die in jedem Jahr ein völlig anderes Gesicht hat. 2017 stand ich allein auf dem Campingplatz, 2018 war wegen des gleichzeitig stattfindenden Ford-Treffens die Hölle los und ich stand direkt am Zaun zur Piste und in diesem Jahr durfte ich meinen Wohnwagen im Fahrerlager abstellen. Allein schon für dieses Erlebnis - mittendrin statt nur dabei - lohnte es sich, den Shorty am Freitag, 17. Mai, an den Haken zu nehmen.

Und dann diese vielen tollen Rennserien:

  • Scuderia Alfa Classico (jetzt Alfa Romeo Challenge)
  • BMW Challenge
  • Cup und Tourenwagen Trophy
  • VFV-GLPpro
  • NES 500
  • PCHC
  • Tourenwagen Revival
  • Tourenwagen Legenden
Bestes Wetter, eine mega freundliche Stimmung im Fahrerlager und so viele tolle Rennautos. Ich wüsste gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen sollte. 

Deshalb gibt es jetzt hier nur den Blick aus meinem Wohnwagenfenster mit der Sicht auf die Scuderia Alfa Classico beim Vorstart sowie ein Foto vom schönsten Rennwagen aller Zeiten, dem Alfa Romeo 155 V6 Ti von Nicola Larini aus dem Jahr 1996 (der Wagen drehte im Tourenwagen Revival seine Runden).







Und dann ist da natürlich noch mein Wohnwagen mit der speziellen Türverriegelung. So können die Hunde nicht türmen und den Rennbetrieb auf den Kopf stellen. Trotzdem frage ich mich, weshalb niemand, der bei Knaus in der Entwicklung arbeitet, einen pfiffigen Hund zu haben scheint. Dass die Tür von innen viel zu einfach geöffnet werden kann, erkennt doch jeder Laie. Und so, wie es jetzt bei mir aussieht, ist da ja nicht gerade die beste Reklame für den Knaus. 



Matthias 19.05.2019, 22.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Motorsport, Sachsen-Anhalt, Reisen, Schlafplatz, Problem,

An der Rennstrecke

Nach den Rennen, wenn keine Motoren mehr brüllen, dürfen Tigra und Schonik mit an die Rennstrecke. Beim Preis der Stadt Magdeburg gibt es kaum Besucher und meine Hunde können sich im Zuschauerbereich so richtig austoben. Oder auf der Tribüne sitzen und sich vorstellen, wie es wäre, wenn sie auch einmal bei einem Autorennen zuschauen dürften.


Matthias 19.05.2019, 21.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Reisen, Sachsen-Anhalt, Motorsport,

Die kürzeste Anreise - Brass Knuckle Boogie

Brass Knuckle Boogie spielten im Lindenhof in Garßen auf. Und ich hatte meine wahrscheinlich jemals kürzeste Anreise. 700 Meter musste ich den Wohnwagen ziehen, um meinen Schlafplatz auf dem Schützenplatz in Garßen zu erreichen. Aber wenn man nicht nur Fotos machen, sondern auch ein paar Gläser Bier trinken möchte, lohnt sich auch jeder noch so kurze Weg mit dem Shorty-Sporty. Und nur ein paar Meter vom Maibaum entfernt kann man super ruhig schlafen. 




Matthias 12.05.2019, 16.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Niedersachsen, Schlafplatz, Musik,

Schoniks Pfote - Die Expertenmeinung

Heute habe ich mir von Herrn Doktor erklären lassen, was man mit Schoniks Pfote machen könnte. Eine Operation ist komplizierter als gewünscht. Die beiden mittleren Zehen müssten amputiert werden. Im Moment ist es nicht nur so, dass die Kralle des einen verkrüppelten Zehes unglücklich in das Fleisch wächst, sondern auch so, dass der vordere Teil der Pfote sehr empfindlich ist. 

Etwas verwundert hatte mich die Aussage, dass man die Pfote nicht wieder in den Originalzustand zurückversetzen könnte. Jetzt bin ich zwar kein Experte, aber das war mir nun wirklich klar. Und dafür bräuchte ich nicht einmal ein Röntgenbild. Die Pfote sieht ja nun wirklich nicht gut aus. 



Grundsätzlich aber meinte der Doktor, dass sich eine OP lohnen würde und eine Verbesserung der Gesamtsituation hervorrufen würde. Ich werde mir ein paar Tage Zeit nehmen und mir überlegen, wann ich Schonik operieren lassen werde.

Matthias 09.05.2019, 13.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Behinderung, Tierarzt,

Schoniks Pfote - Wieder einmal beim Tierarzt

Heute war ich mal wieder mit Schonik bei der Tierärztin. Eine der Krallen seiner linken - kaputten - Hinterpfote wächst in das Fleisch. 

Sie sollte mal so eben gekürzt werden. Außerdem wollte ich mir erklären lassen, wie wir mittel- bis langfristig mit diesem "Problem" umgehen könnten. 

Aus dem Besuch, den ich mir vorher recht unkompliziert vorgestellt hatte, wurde dann ein fast 1 1/2 stündiger Aufenthalt. Denn Schonik fand das gar nicht so lustig, dass jemand an seiner Pfote herumdoktern wollte. Zwei Menschen mussten ihn festhalten während Frau Doktor versuchte, die Kralle zu kürzen. Aber es funktionierte nicht. Der große Krieger schrie, pinkelte vor Angst auf den Tisch und tat alles, um der Situation zu entfliehen. Also bekam er eine Spritze und fiel in einen Halbschlaf, nachdem er sich dann natürlich übergeben hatte.

Die Röntgenaufnahmen sind erschreckend. In seinem Fuß geht es drunter und drüber. Die Knochen sehen schlimm aus und ich bin mir nicht sicher, ob eine Operation hier in Celle durchgeführt werden kann. Vielleicht werden wir demnächst in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover sein. Mist. 

Nach dem Röntgen wurde das Fell von der Pfote geschoren und die Kralle wurde ordentlich abgeschnitten. Anschließend bekam Schonik eine zweite Spritze und er kam wieder zu sich. 

Etwas über 165 Euro habe ich heute bezahlt. Aber die haben sich erst einmal gelohnt. Noch schont er das linke Hinterbein, aber er läuft schon wieder viel sicherer als noch heute Morgen. 

Matthias 03.05.2019, 22.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

ADAC GT-Masters in Oschersleben

Endlich war es soweit. Die neue Saison der ADAC GT-Masters begann in Oschersleben. Natürlich waren die Testtage schön. Aber Rennautos sollen nun einmal Rennen fahren. 

Für mein kleines Rudel ging es am Donnerstag, 25. April, am späten Abend los. Wir sind bis zur Raststätte Marienborn gefahren. Stellplätze für PKW mit Anhänger gab es keine mehr. Die Laster hatten, wie so oft, alles belegen müssen, weil wir einfach zu wenige Parkplätze an den Autobahnen haben. Shorty ist ja nun aber zum Glück recht kurz und wir konnten uns in ein paar PKW-Lücken quetschen. Nach einem Spaziergang mit Schonik und Tigra sowie einem Glas Wein habe ich, wie fast immer, super geschlafen. Auch wenn das Bett im Wohnwagen zu klein ist.

Von Marienborn bis zur Motorsportarena ist nur noch ein Katzensprung. Wenn doch diese dämlich Umleitung in Seehausen nicht wäre. Seit Juni 2018 ist die Landstraße bereits gesperrt. Und fertig will man Ende Oktober 2019 sein. Was wird da gebaut? Das muss doch mindestens eine U-Bahn-Station sein. 

Die nette Dame vom Campingplatz an der Motorsportarena hatte mich wiedererkannt. Und das, obwohl ich zum ersten Mal ohne meinen T@B dort war. Hach, ich liebe nette Begrüßungen. Obwohl alle sagten, dass in diesem Jahr das Rennen besonders gut besucht sein würde, fand ich, dass vor einem Jahr mehr los gewesen ist. Und ich glaube, dass vor einem Jahr das Wetter besser war. Mir jedenfalls war zwischendurch jedenfalls gut kalt. Und ein wenig geregnet hatte es an diesem Wochenende auch.



Trotzdem waren die Rennen spannend und die Stimmung prima. Noch besser wäre es gewesen, wenn Schonik endlich mit dem Fellwechsel durch gewesen wäre. Himmel... es sind Berge, die aus ihm rauskommen. Und beinahe typisch für die Rennstrecke in Oschersleben... die Duschen im Fahrerlager waren kalt. Auch hier könnten sich die Verantwortlichen ruhig einmal etwas einfallen lassen.

Neben den üblichen Verdächtigen war an diesem Wochenende auch die STT (Spezial Tourenwagen Trohpy) am Start. Diese Rennen sind immer wieder sehenswert.



Am Sonntag Abend war ich kaputt aber glücklich wieder zu Hause. 

Matthias 28.04.2019, 20.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Motorsport, Sachsen-Anhalt, Reisen, Schlafplatz,

Fellwechsel

Einmal bürsten bitte... das gute russische Unterfell kommt raus.


Matthias 21.04.2019, 10.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Fellwechsel

Für einen Tag bei Oma und Opa

">Am 17. April bin ich für einen Tag auf großer Lama-Tour im Südharz. Tigra und Schonik dürfen nicht mit und müssen bei Oma und Opa bleiben. Das haben sie super gemacht, es gab keine Klagen. Aber machen wir uns nichts vor, bei Oma und Opa ist es immer am schönsten.


Matthias 17.04.2019, 21.30| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik | Tags: Oma & Opa

ADAC GT-Masters: Testtage in der Motorsportarena Oschersleben

Der Weg nach Oschersleben wird der erste sein, den der Shorty-Sporty auswendig fahren kann. 

Wie in den letzten Jahren auch fanden die offiziellen Testtage der ADAC GT-Masters in Oschersleben statt. Dort testen dann aber nicht nur die GT3-Fahrzeuge, sondern auch die ADAC Formel 4, die TCR Germany und zum ersten Mal die ganz neue ADAC GT4-Serie. Das ist ein guter Grund, sich den 8. und 9. April frei zu nehmen und live dabei zu sein.

Da der Campingplatz an der Rennstrecke geschlossen hatte und man mich auf keinen Fall mit dem Wohnwagen ins Fahrerlager lassen wollte, habe ich mir einen netten Stellplatz auf der Wiese vor dem Gelände gesucht. Und tatsächlich steht man dort besser, als ich gedacht hatte. Klar, keine Klos, keine Duschen, kein schützender Zaun. Dafür aber ist der Fußweg zur Rennstrecke in zwei Minuten erledigt. 



Spannend war, dass es "internere" Schwierigkeiten in meinem kleinen Rudel gab. Schonik hat nämlich gelernt, Türen zu öffnen. Und es nutzt mal so gar nichts, den Knaus von außen abzuschließen, wenn er von innen einfach nur den Türgriff nach unten ziehen muss. Und so habe ich auf einer in der Nähe liegenden Baustelle eine Latte geklaut, die ich von nun an von außen vor die Tür klemmen werden. Nein, das sieht nicht besonders gut aus, ist aber praktikabel.

Am Montag Nachmittag ist Schonik auch aus dem Fenster geklettert. Nachdem er mit einer eleganten Rolle im Gras gelandet war, war er durchaus ein wenig verwirrt und kam sofort wieder zurück in den Wohnwagen. Ich werde also auch in Zukunft die Fenster des Wohnwagens geschlossen halten oder wie ein Schießhund aufpassen müssen. 

Schonik und Tigra lieben den Wohnwagen übrigens. Sowie sie ihn sehen, rennen sie zu ihm und wollen hinein. Das beruhigt und macht es einfach. 

Und die Rennautos? Klasse wie immer. Auch wenn ich in jedem Jahr wieder überrascht bin, wie viele Leute am Montag bei den GT3-Tests zusehen und wie wenige sich für die tollen TCR-Wagen interessieren. Mir macht es unglaublich Spaß, an beiden Tagen dort zu sein und die unterschiedliche "Stimmung" zu erleben. 

Wo ich gerade bei "Stimmung" bin: Als ich am Dienstag Abend nach Hause musste, fuhr ich in einen wunderschönen Sonnenuntergang hinein. Ich hätte wohl die ganze Nacht fahren können, denn nach Hause hatte mich nicht viel gezogen. 


Matthias 09.04.2019, 22.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Motorsport, Sachsen-Anhalt, Reisen, Schlafplatz,

Truma Therme - Austausch des Wasserbehälters

Matthias 30.03.2019, 09.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sport 420 QD | Tags: Wasserschaden, Therme, Problem,

Der Frühling ist da

Matthias 28.03.2019, 16.00| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik

An und in der Ostsee

Schonik erkundet in Brook das Meer mit all seinen Geheimnissen und Tigra weiß schon längst, dass man Schwäne nicht ärgern sollte.


Matthias 24.03.2019, 17.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik | Tags: Ostsee, Strand, Meer,

Shorty Sportys Therme

Das Prinzip ist ja relativ einfach. Am Ende der Saison, noch bevor der Frost kommt, wird das Wasser aus dem Tank gelassen. Da der Knaus Sport 420 QD über eine Warmwasserversorgung verfügt, bedeutet das, dass man das Wasser aus dem Wassertank und der Therme lässt. Insgesamt werden vier kleine Ventile unter dem Bett geöffnet, das Wasser fließt raus und der Wohnwagen sollte sicher über den Winter kommen. 

Vor der ersten Fahrt in diesem Jahr habe ich die Ventile geschlossen, habe vierzig Liter Wasser in den Tank laufen lassen und beim Einräumen des Sport gesehen, dass ich ein klein wenig Schmutz in einer Schublade habe. Lappen nehmen, Wasser an, wundern. Es blubbert, aber es kommt nichts. Und nach ein paar Sekunden hört es sich an, als würde draußen die Welt untergehen. Dabei regnet es gar nicht. Die vierzig Liter fließen erst in die Therme und dann fröhlich durch den Wohnwagen. Zu stoppen war nichts mehr. Also raus aus dem Wohnwagen, abhängen und und am Stützrad drehen. So, dass das Wasser wenigstens vorne bleibt und dann, rechts aus der Zwangsbelüftung läuft. Falls es sich überhaupt um eine Zwangsbelüftung handelt. Denn durch sie geht auch noch ein Kabel. 

Anschließend wird unter dem Bett alles so gut es geht trocken gewischt und 11 Kilogramm Gas werden verheizt, um den Wohnwagen irgendwie trocken zu bekommen.

Danach fährt man dann zu seinem Wohnwagenhändler und besorgt einen neuen Behälter für die Truma Therme. Das Ding kostet fast 60 Euro und ist wohl Trumas Gelddruckmaschine. Ich habe nämlich nichts falsch gemacht. Und es hat trotzdem nicht funktioniert.

Der Einbau bzw. Austausch ist relativ einfach. Jedenfalls dann, wenn man keine zwei linken Hände hat und gewillt ist, wie ein Wurm im Bettkasten herumzukrabbeln. 



Auf dem Foto kann man ganz gut erkennen, wie es die Therme durch den Frost zerrissen hat. 

Matthias 20.03.2019, 15.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sport 420 QD | Tags: Bett, Reparatur, Problem, Truma, Therme, Wasserschaden,

Wrestling am Sonntag Nachmittag

Matthias 10.03.2019, 16.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik

Bei Miezebello

Schonik war gestern zum ersten Mal mit zu Miezebello.

Wir steigen aus dem Auto aus und Tigra nutzt die acht Meter der Flexileine sofort aus, um in den Laden zu stürmen. Ganz klar, Miezebello ist ihr Lieblingsgeschäft. Schonik kam mit mir mit, legte sich dann aber gleich hinter der Tür auf den Boden und beschloss, sich die Sache erst einmal in Ruhe anzusehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit war er dann soweit, dass er mit uns durch den Laden ging. Ich glaube, dass auch er irgendwann Miezebello lieben wird. Allein schon, weil meine Hunde dort so viele Kleinigkeiten zum Probieren bekommen.

Und wo wir schon einmal da waren, haben wir Schonik gleich ein neues Halsband gekauft. 

Matthias 10.03.2019, 16.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik

Oma und Opa, Durchfall und aus dem Bett gefallen

Am Donnerstag passierte das, was man sich als Hundebesitzer so gar nicht wünscht. Schonik und  Tigra konnten nicht mit zur Arbeit. Ich war auf der "Praxismesse Aktivierung" der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. und konnte meine 7 1/2 Pfoten nicht mitnehmen. Schonik und Tigra mussten also von morgens bis zum späten Nachmittag bei meinen Eltern sein. Und es lief toll. Klar hatte Schonik mich am Anfang vermisst. Aber "Oma und Opa" haben das prima hinbekommen. Und Tigra findet es bei "Oma und Opa" eh super. Naja, das kennen wir alle aus unserer Kindheit.

Meine beiden hatten in den letzten Tagen ein wenig Durchfall. Das hat sich aber wieder erledigt. Und ich bin mir nach wie vor nicht sicher, welche Art des Umgangs damit ich besser finden soll. Elvis hatte mich früher geweckt und ich bin mitten in der Nacht raus, habe gefroren und der Kerl fand es toll, draußen zu sein. Schonik und Tigra rennen in mein Bad und kacken auf die Badezimmermatte. Das ist nicht angenehm, aber draußen in der Kälte stehen ist ja auch nicht so toll. Tigra hat die Sache mit dem "Stuhlkreis" übrigens völlig falsch verstanden. Während Schonik mitten auf die Matte macht, setzt Tigra viele kleine Haufen rund um den Mittelpunkt.... ein Stuhlkreis eben. Ach, es ist schon blöd, wenn man sich einen Pädagogen als Menschen hält. 

Schonik läuft jetzt im Wald fast immer ohne Leine herum. Und wenn Tigra zu weit weg ist, sage ich ihm, dass er sie holen soll. Dann macht er sich auf den  Weg zu ihr... und kommt ohne sie zurück. Sie hat halt ihren eigenen Kopf. Aber Schonik kommt, wenn ich ihn rufe. Toll. Und Tigra kommt, wenn es an der Zeit ist, zu mir zu kommen. Auch toll. 

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist Schonik aus dem Bett gefallen. Auch wenn er das ziemlich irritierend fand, habe ich mich kaputt gelacht. Ein tiefes "uh-ohh"... dann stand er neben dem Bett, wunderte sich und kam zu Tigra und mir zurück. Allerdings ein wenig weiter entfernt vom "Abgrund".




Heute Mittag hat Schonik in meinem Arm geschlafen. Auch toll... wenn er doch nur nicht so schwer wäre. 

Matthias 03.03.2019, 01.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik

Schonik an der Aller

Matthias 24.02.2019, 11.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

Der Abruf

Matthias 24.02.2019, 11.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

Zwei Premieren in der Mittagszeit

Gestern Nachmittag hatte ich auf Schonik eine Zecke gesehen, die ihm munter über die Nase krabbelte. Ich hatte sie gefangen und getötet. Heute Mittag, als ich ihn gekrault hatte, habe ich eine Zecke an seiner rechten Halsseite gefunden, die sich bereits festgebissen hatte. Schonik ließ sie sich völlig problemlos herausziehen.




Außerdem ist Schonik heute zum ersten Mal beim Spaziergang ohne Leine gelaufen. Das klappte wunderbar. Er lief herum, schnupperte, guckte ab und zu, was Tigra machte und kam, wenn ich ihn rief. 

Matthias 22.02.2019, 17.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

Schonik hat den Bogen raus

Die ersten Tage hatte Schonik morgens auf den Flur gepinkelt. Jetzt scheint er den Bogen raus zu haben und vertraut mir, dass wir nach meiner ersten Tasse Kaffee vor die Tür gehen. 

Matthias 22.02.2019, 16.48| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

Schonik



Matthias 21.02.2019, 21.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

Tigra buddelt ein Loch... oder zwei?

Matthias 21.02.2019, 17.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra die Kaiserin

Geduldige Tigra

Tigra würde mir etwas erzählen, wenn ich meine Arme stundenlang auf ihr liegen hätte, wenn sie schlafen wollen würde. Aber wenn Schonik das macht, ist das natürlich voll in Ordnung.


Matthias 20.02.2019, 23.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra die Kaiserin

Schoniks Pfote

Hier ist Schoniks Pfote noch einmal aus einer etwas anderen Perspektive zu sehen.


Matthias 20.02.2019, 23.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Behinderung

Schonik trifft Porky

Schonik hat hier schon einen Haufen Hunde getroffen. Und mit allen ist er bisher bestens klar gekommen. Heute Nachmittag, ich war mit ihm zu Besuch auf meiner Arbeit, erlebte er dann aber etwas sehr "merkwürdiges". Unsere Nachbarn haben ein Mini-Schwein. Und Schonik fand Porky erst einmal ganz, ganz merkwürdig. 

Matthias 20.02.2019, 22.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

Auf zur Arbeit

Gestern war Schonik zum ersten mal mit zur Arbeit. Arbeiten heißt für meine Hunde, dass sie nicht nur irgendwo unter einem Schreibtisch liegen und ruhige sein müssen, sondern dass sie tatsächlich "arbeiten". Klar, gestern waren noch keine Kinder dabei. Aber immerhin eine junge Frau, die er problemlos ins Auto ließ. Er ließ sich anfassen und war völlig entspannt während unseres Spaziergangs. 

Wir hatten gestern aber auch noch ein anderes, tolles Erlebnis. Schonik sucht sich eigene Stellen zum Schnuppern. In den ersten Tagen nach seiner Ankunft war er immer ganz dicht bei Tigra. Und sowie sie irgendwo zum Schnuppern anhielt, war er bei ihr, um zu gucken, was sie da macht. Jetzt läuft er zu "eigenen" Bäumen und Ecken, schnuppert und pinkelt manchmal sogar dagegen. Das macht er mittlerweile zwar wie ein Junge, aber so richtig raus hat er das noch nicht. Regelmäßig pinkelt er gegen seine Vorderpfoten. Weshalb er beim Pinkeln jedoch das rechte Hinterbein hebt und die kaputte linke Pfote belastet, erschließt sich mir nicht. 

Matthias 20.02.2019, 08.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Behinderung

Wie die Wölfe



Wie die Wölfe verteidigen meine 7 1/2 Pfoten das Auto.

Matthias 19.02.2019, 21.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik

Die pfiffige Kaiserin

Schonik liegt unter dem Hundeschreibtisch. Tigra möchte dort auch gerne hin, Schonik lässt sie aber nicht. Also geht Tigra ins Lebenszimmer und macht dort irgendetwas, was etwas Krach macht. Schonik ist neugierig und geht zu ihr. Kaum ist er angekommen, flitzt sie ins Arbeitszimmer und macht es sich unter dem Schreibtisch bequem. Für Schonik bleibt dann nur noch der Platz davor.


Matthias 19.02.2019, 10.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik

TASSO und das Hundezentralregister Niedersachsen

Gestern habe ich Schonik bei TASSO registriert. Und im Hundezentralregister Niedersachsen. Für schlappe 17,26 Euro bekomme ich als Hundehalter überhaupt keinen Gegenwert und frage mich, ob das eine irgendwie versteckte Steuer oder gar eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist. Schließlich hat auch die Gesellschaft nichts von dieser Art der Registrierung.
 
Aber ich stelle mir natürlich noch eine zweite Frage: „Melden die sich irgendwann bei mir?“. Als Rasse konnte ich „Mischling“ wählen. Musst dann aber als Vater oder Mutter doch eine Rasse eingeben. Dort ging Mischling nicht mehr. Also habe ich mich bei Schoniks Vater für „Russischer Straßenirgendwas“ entschieden. Das Computersystem hat das tatsächlich angenommen.

Matthias 19.02.2019, 09.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Hunderegistrierung

Tigra schläft


Die Nase der Kaiserin.

Matthias 18.02.2019, 19.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra die Kaiserin

Schoniks kaputte Pfote


Ich werde die Tage mal ein Bild hochladen, auf dem man das Kaputte an der Pfote besser sehen kann. Aber heute mochte ich ihn nicht wecken.

Matthias 18.02.2019, 19.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Behinderung

Schonik bei Frau Doktor - Da kommt etwas auf uns zu

Heute Morgen waren wir beim Doktor. Um es gleich vorwegzunehmen, Schonik ist soweit gesund. Das Herz wurde abgehört, Frau Doktor hat ihm in die Ohren geguckt, sich die Zähne und die Augen angeschaut, ihn abgetastet und die Körpertemperatur gemessen. Alles gut. Schonik wiegt übrigens 21,8 Kilogramm.
 
Das mit den Impfungen haute allerdings nur bedingt hin. Leptospirose, Staupe und Hepatitis mussten nachgeimpft werden, weil aus dem internationalen Veterinärausweis für Hunde, den ich bei der Übergabe bekommen hatte, nicht hervorging, dass die Impfungen aktuell sind.
 
Dafür aber hat Schonik jetzt einen EU-Heimtierausweis bekommen.
 
Etwas blöder gestaltet sich die Sache mit seiner Behinderung. Und da wird auch noch etwas auf Schonik und mich zukommen. An der linken Hinterpfote sind die äußeren Zehen vorhanden. Einer der mittleren Zehen wurde damals komplett entfernt. Das ist alles prima. Der andere mittlere Zeh (ich weiß jetzt nicht genau ob des der Ring- oder der Mittelzeh ist) ist ziemlich verkrüppelt, aber noch vorhanden. Die Kralle wächst in die Pfote hinein. Heute wurde die Kralle gekürzt und aus eingewachsene Stück wurde entfernt.
 
Wenn Schonik sich hier richtig eingelebt hat, werden wir wohl einen weiteren Teil des verkrüppelten Zehs operativ entfernen müssen. Lt. Frau Doktor ist das jedoch kein komplizierter Eingriff und die OP eilt auch nicht.
 
Auf jeden Fall muss das Schneiden der eingewachsenen Kralle heute mächtig schmerzhaft gewesen sein. Schonik hatte jämmerlich gejault. Aber er war unglaublich tapfer. Halt ein Krieger.
 
Die Kaiserin übrigens musste im Auto warten, als ich mich Schonik in der Arztpraxis war. Und das muss wohl mindestens genauso schmerzhaft wie das Entfernen einer eingewachsenen Kralle gewesen sein. Denn auch sie hatte jämmerlich gejault, gebellt und dabei verzweifelt an den Fenstern gekratzt.
 
Nach dem Arztbesuch waren wir dann wieder im Wald. Ein Belohnungsrunde für meine tapferen Vierbeiner mit insgesamt 7 ½ Pfoten. Schonik muss wirklich trainieren, Kondition und Muskeln aufbauen.

Matthias 18.02.2019, 15.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger | Tags: Behinderung, Tierarzt,

Der Krieger und die Kaiserin

Tigra war beleidigt. Ich bringe den großen Stinker mit nach Hause und jetzt schien es, als wenn er bleiben dürfe. Schonik hier, Schonik da. Am ersten Abend nach Schoniks Ankunft lag Tigra bereits im Bett, während Schonik noch unter dem Hundeschreibtisch lag. „Komm, wir gehen ins Bett!“, sagte ich zu ihm und Schonik stand tatsächlich auf. Während ich noch in der Tür zwischen meinem Arbeits- und meinem Lebenszimmer stand, sprang Schonik auf das Bett. Tigra war sauer. Sie bekam diese Bürste, die sie an eine Hyäne erinnert, knurrte Schonik an und zeigte ihm die Zähne. Mit Erfolg, Schonik traute sich nicht mehr ins Bett und legte sich vorsichtshalber davor.
 
Erst nachdem ich im Bett war, der Fernseher lief und Tigra augenscheinlich neben meinem Kopf eingeschlafen war, kletterte er vorsichtig ins Bett und legte sich zu meinen Füßen.
 
Es war Sonntag, es war gerade einmal acht Uhr, ich kletterte aus dem Bett. Draußen schien die Sonne. Frühling Mitte Februar. Ich ging einmal durch die Wohnung, um zu gucken, ob Schonik irgendwo hingemacht hatte. Hatte er nicht. Beide Hunde rannten natürlich hinter mir her. Tigra ist seit Monaten nicht mehr so früh aufgestanden. Aber jetzt, wo Schonik mir auf den Fersen war, musste sie natürlich mit. Und während ich zufrieden überlegte, mir einen Kaffee aufzusetzen, hörte ich, wie Schonik im Flur an eine Ecke pinkelte. Also keinen Kaffee, sondern den Eimer und den Lappen holen, wischen und wissen, dass es erst einmal keinen Kaffee geben würde.
 
Gleich unten vor dem Haus machte Schonik einen Haufen. Immerhin hatte er das im Griff. Auf dem Spaziergang trafen wir Pelle. Ein toller Kerl, der Schonik ausführlich zeigen musste, dass er der Boss in diesem Gebiet war. Schonik blieb ruhig. Wir gingen weiter, ich ärgerte mich über die Führleine. Und ich war mich sicher, dass wir es am Mittag mit der Flexileine probieren würden.
 
Beim Frühstück gab es wieder Streit. Schonik also war der Chef beim Essen, Tigra beim Verteilen der Schlafplätze.
 
Die Flexileine am Mittag klappte prima. Wir waren im Wald und Schonik kam super mit ihr klar. Endlich konnte er ein paar Meter laufen.
 
Das Alleinsein im Auto klappte nur bedingt. Nein, es klappte super. Aber Schonik hatte sich sehr schnell von Tigra abgeguckt, dass man fremde Hunde anbellen muss.
 
Am Nachmittag waren wir auf der Hundewiese. Zum ersten Mal konnte Schonik ohne Leine laufen. Noch war Schonik unsicher. Sowie ihm etwas „komisch“ vorkam, war er bei mir. Stöckchen lief er hinterher, wusste dann aber nicht, was damit zu tun war. Hatte Tigra ein Stöckchen, nahm er es ihr weg, ließ es dann aber sehr schnell wieder fallen.
 
Jagdszenen auf dem Hundeplatz. Tigra war schneller und wendiger. Und Schonik hatte noch gar keine Kondition. Zwei Jahre Tierheim hatten ihre Spuren hinterlassen.
 
Leon kam auf die Hundewiese. Es war, als wenn sie sich schon Ewigkeiten kennen würden. Jagdszenen zu dritte. Tigra war die Schnellste.
 
Am Abend im Auto schlief Schonik sehr schnell ein. Er schnarchte. Man sagte mir, dass er sich anhören würde wie ich.
 
Ein fremder Hund kam am Auto vorbei. Tigra bellte. Schonik wurde wach, bellte ebenfalls. Und heulte dann wie ein Wolf.
 
Schonik und Tigra, der Krieger und die Kaiserin.

Matthias 17.02.2019, 19.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tigra und Schonik

Schonik - Die ersten Stunden

Als Schonik ungefähr ein halbes Jahr alt war, wurde er mit einer schlimmen Wunde an der linken Hinterpfote gefunden. Er wurde operiert, einige Zehen mussten amputiert werden. Das muss jetzt ungefähr zwei Jahre her sein. Seitdem lebte er in einem Tierheim in Russland. Aufmerksam wurde ich auf den kleinen Bären, weil ich wieder einen zweiten Hund wollte, nachdem Elvis im November verstorben war und ich mich natürlich auf Seiten im Internet umschaute, die Hunde aus Russland vermitteln. Wie sagte eine Freundin vor Jahre einmal? Einmal Russland, immer Russland. Wie das doch stimmt.
 
In der Nacht von Freitag auf Samstag bin ich in die Nähe von Münster gefahren, um Schonik zu übernehmen. Tigra war für die Nacht bei meinen Eltern. Das gefällt ihr, bei Oma und Opa ist es irgendwie immer toll. Auf der Fahrt von Celle nach Münster habe ich mich echt zweimal verfahren - Navis sind irgendwie Käse. Trotzdem war ich eine Stunde vor der geplanten Übergabe am verabredeten Ort. Die „freie“ Stunde hatte ich genutzt, um mich in den für Schonik präparierten Kofferraum meines Pathis zu legen und zu schlafen. Ich war müde und ich bin davon überzeugt, dass es nicht schlecht sein kann, wenn die frisch gewaschenen Decken ein wenig nach mir riechen würden.
 
Als ich wach wurde, stand der Transporter aus Moskau schon da und die anderen wartenden Menschen gingen zu ihm. Also schnell die Schuhe und die Jacke an, dann raus. Ich hatte die Hoffnung, dass Schonik als letzter ausgeladen werden würde, damit die Tumulte sich bereits aufgelöst hätten. Er kam als erster an die Reihe. „Schonik. Schonik.“, sagte einer der Fahrer. Ich ging zu ihm und sprach ihn so gut ich es kann auf Russisch an. Wir gaben uns die Hand, er gab mir die Papiere, bat mich, ein Halsband und eine Leine zu holen.
 
Nachdem Schonik angeleint war, sprang er aus dem Wagen und machte sich für einen Augenblick so klein wie der nur konnte. Dann sprang er mich an und ich hielt ihn für einen Moment im Arm. Wir gingen gemeinsam durch die Menge der Wartenden. Schonik sprang noch einen Mann an, kam dann aber völlig problemlos mit mir zum Auto. Ich öffnete die linke, hintere Tür. Reinspringen wollte er jedoch nicht. Also hob ich ihn in den Wagen und kletterte hinterher. Wir drückten uns, naja, ich drückte ihn, Schonik schlabberte mir durchs Gesicht. Ich ging noch einmal zu den wartenden Menschen und fragte, ob ich noch irgendetwas tun müsse oder ob ich fahren könnte. Ich konnte fahren.
 
Ein paar Kilometer über Land, dann auf die Autobahn. Ich erzählte Schonik aus meinem Leben, er schien zuzuhören. Draußen wurde es hell, ich machte Fotos von Schonik, Schonik schlief ein. Und auch ich wurde immer müder. Um kurz nach sieben Uhr fuhr ich einen Parkplatz an, kletterte zu Schonik in den Kofferraum, zog meine Schuhe aus und machte es mir mit dem Hund im Arm so bequem wie möglich. Wir schliefen ein. Nur einmal wurde ich kurz wach, als Schonik mit tiefer Stimme knurrte, weil neben unserem Pathi Menschen gingen.
 
Um kurz nach neun Uhr wachte ich auf. Draußen war es hell, auf dem Parkplatz jede Menge los. Ich zog meine Wanderstiefel an, stieg aus und begrüßte vier junge Männer, die ein paar Meter neben mir standen, mit einem fröhlichen „Guten Morgen.“. Einer von ihnen kam zu mir, hielt mir eine Schale mit Schinken- und Käsebrötchen entgegen. „Guten Morgen. Magst du ein Brötchen? Ach, nimm dir gleich zwei.“ Ich freute mich, nahm zwei halbe Brötchen und leinte Schonik an. Während ich aß, schnupperte er unglaublich interessiert am Boden, machte einen Haufen und pinkelte – wie ein Mädchen. Ich war entsetzt.
 
Wir stiegen wieder ein und fuhren nach Celle. Raus aus dem Auto und zum Hauseingang. Eine Treppe. Nein, ausgerechnet eine Treppe. Nach ungefähr fünfzehn Minuten waren wir im dritten Stock angekommen. Schonik inspizierte die Wohnung, trank, fraß ein paar Happen. Und ich beschloss, dass es jetzt an der Zeit wäre, dass Tigra und er sich kennenlernen würden. Die Treppen herunterzugehen fand Schonik noch schlimmer als den Aufstieg. Geduldig überzeugte ich ihn davon, dass er das hinbekommen würde. Und er bekam es hin.
 
Ich fuhr zu meinen Eltern, ließ Schonik kurz im Wagen und begrüßte meine kleine Verrückte. Dann holte ich Schonik aus dem Auto. Keine übermäßige Freude, aber auch keine Ablehnung. Wir leinten beide Hunde ab, sie tobten im Garten.
 
Der zweite Versuch, zu Hause die Treppen zu steigen, verlief völlig problemlos. Tigra war nur bedingt davon überzeugt, dass es gut sei, Schonik in ihre Wohnung zu lassen. Und als sie dann noch mitbekam, dass er sich über all ihre Rinderkopfhäute, die sie immer sorgfältig im Bett versteckt, hermachte, war sie beleidigt.
 
Der erste Waldspaziergang verlief ebenfalls unspektakulär. Schonik fand alles super spannend, hatte aber massive Probleme, an der Leine zu gehen. Er wird sich daran gewöhnen.
 
Nach dem Spaziergang mussten beide Hunde kurz im Auto warten, weil ich einkaufen war. Auch das war kein Problem. Als ich jedoch den Einkauf ins Auto stellte, war Schonik sich sicher, dass das alles für ihn sein musste. Auch das wird er noch lernen.
 
Das Abendessen der beiden Hunde gestaltete sich dann schon etwas schwieriger. Schonik verstand gar nicht, dass das Futter in einem der Näpfe nicht für ihn sein konnte. Tatsächlich musste ich Tigra beim Fressen „beschützen“. Aber auch das „Problem“ werden wir in den Griff bekommen.
 
Futterneid. Ein tolles Thema im Leben eines Hundes. Einen wahren Schreck bekam ich, als Schonik schlief, aufwachte und sah, wie Tigra in einen der leeren Näpfe guckte. Schonik sprang auf, knurrte und jagte sie weg. Tigra war mehr als erschrocken. Kannte sie so etwas doch nun gar nicht aus unserer Wohnung. 

Schoniks Behinderung schränkt ihn nicht wirklich ein. Manchmal, besonders dann, wenn er sehr aufgeregt ist, läuft er acht, neun Meter auf drei Beinen. Dann aber läuft wer wieder völlig normal. Ich beschloss, in der kommenden Woche einen Termin bei Frau Doktor zu machen. Sie soll sich Schonik im Allgemeinen und die Pfote im Speziellen einmal ansehen.





Matthias 16.02.2019, 21.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Schonik der Krieger

Silvester in Silberborn

Als ich am Samstag Nachmittag nach Hause bekommen bin, hatte ich den Shorty-Sporty gleich am Auto angehängt gelassen. Denn bereits am Sonntag ging es wieder los. Nach dem Rummel an der Ostsee war mir klar, dass ich Silvester in aller Ruhe verleben müsste. Ein mehr als geeigneter Ort dafür ist der Campingplatz Silberborn im Hochsolling. Diesmal allerdings waren Tigra und ich nicht allein, sondern wir hatten eine Begleitung dabei.

Der Campingplatz ist eine Wucht. Nicht besonders modern, nicht besonders nobel. Kein überflüssiger Luxus, kein Schnick-Schnack für die Glamper. Einfach nur ein Campingplatz mit unglaublich netten Menschen, einfach nur Ruhe pur. Vom Silvesterrummel haben wir so gut wie nichts mitbekommen. Ein paar Raketen irgendwo im Dorf, in dem zeitig die Bordsteine hochgeklappt wurden. Dafür aber konnte man am Neujahrstag wunderbar durch das Hochmoor wandern. 

Am 2. Januar mussten wir aber leider schon wieder - bei bestem Sonnenschein - nach Hause. 


Matthias 02.01.2019, 21.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Reisen, Niedersachsen,

Weihnachten an der Ostsee

Nach anstrengenden Wochen und Monaten musste ich über Weihnachten einfach raus aus meiner Welt. Mir ein paar Tage den Wind um die Ohren blasen lassen, keine Menschen treffen, die ich kenne, einfach Ruhe haben. Also fuhr ich am Heilig Abend an die Ostsee. Der Shorty-Sporty war schnell gepackt und die Autobahn, ich fuhr die längere Strecke über Hamburg, war frei. Um 14.15 Uhr kam ich in Kühlungsborn an. Die Rezeption hatte zwar schon geschlossen, aber die Security wies mir einen netten Platz zu.

Wohnwagen abstellen, Strom anschließen, Heizung anwerfen. Und dann stauen, auf was für einem Campingplatz ich gelandet bin. Der "Campingpark Kühlungsborn" erinnert mich mehr an einen Luxusplatz in Italien als an einen typisch deutschen Platz. Eine super Organisation, alles ist gepflegt, die Sanitäranlagen sind... genial. Für die Jahreszeit war der Platz gut gefüllt.



Also wundern und dann mit Tigra ab an den Strand. Auf dem Campingplatz gibt es mehrere Zugänge, die zur Ostsee führen. Um an den Strand zu kommen, muss man mittels einer Karte eine Tür öffnen. Das funktioniert prima, die Tür fällt sogar wieder von allein ins Schloss. Ein paar Schritte geht man durch den Wald und schon hat man es geschafft. Der Strand ist sauber und wirkt, wie auch eben der Campingplatz, sehr gepflegt. Im Westen ist ein kleiner Hundestrand ausgewiesen. Jetzt im Winter interessiert das niemanden und die Hunde laufen überall herum. Durchaus beeindruckend fand ich, dass ich niemanden gesehen habe, der die Haufen seines Hundes nicht entsorgt hatte. Prima.



Nach Kühlungsborn sind es nur wenige Schritte, wenn man Richtung Osten läuft. Läuft man nach Westen, kommt gar nichts mehr. Strand, Meer, Wind, Einsamkeit. Ebenfalls sehr schön.
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Am ersten Weihnachtstag hatte ich mich dann offiziell angemeldet. Als ich die Rezeption betrat, war ich mehr als überrascht. Anstatt einen schlechtgelaunten Mitarbeiter zu treffen, saßen drei freundliche Menschen hinter dem Tresen, die alle tatsächlich arbeiteten. Spannend fand ich, wie die Zufahrt zum Campingplatz geregelt ist. Keine Schlüssel, keine Karten, kein Personal, das einen Knopf drücken muss. Stattdessen wird das Kfz-Kennzeichen gelesen und, wenn es auf dem Platz registriert ist, öffnet sich die Schranke. Hightech, die das Leben leichter macht. Zumal man sich keine Sorgen machen muss, die Karte oder den Schlüssel im Wohnwagen vergessen zu haben und erst einmal Rennerei hat, bevor man wieder auf den Platz kommt.

Die Weihnachtsfeiertage habe ich damit verbracht zu schlafen. Ich war oft mit Tigra am Strand und ich habe mich tatsächlich über die kostenlosen Duschen gefreut. Klar, natürlich wird das Duschen auf den Grundpreis geschlagen. Aber nicht ständig eine Münze in einen Schlitz zu werfen ist praktisch. Und dann war ich noch in Heiligendamm. Langweilig. Aber auf der Fahrt hatte ich gesehen, dass Molli in dieser Gegend ihre Kreise dreht.
Am 27. Dezember bin ich nach Rostock gefahren, um mir endlich eine vernünftige Halterung für meinen Fernseher zu kaufen. Ich war dann auch noch bei Ikea. Etwas Kleinkram kann ja nie schaden. Z.B. eine Matte für den Waschraum, ein paar Topflappen und drei Kissen.

Am nächsten Tag war ich dann noch einmal in Rostock. Diesmal bei Toom, um mir einen Akkubohrer zu kaufen. Auf dem Rückweg hielt ich dann erst am Bahnhof Kühlungsborn Ost, danach am Bahnhof Kühlungsborn West an, um mich über die Baureihe 99 zu freuen.




Am Nachmittag habe ich den Fernseher über dem Bett sowie ein paar Haken für Handtücher, Topflappen usw. angeschraubt.

Samstag, um kurz nach 10.00 Uhr, ging es dann wieder nach Hause, nachdem ich für fünf Nächte "schlappe" 154,50 Euro bezahlt hatte. Es war höchste Eisenbahn, um abzureisen. Der Campingplatz wurde von Stunde zu Stunde voller und am Abend vor meiner Abreise wütete die schlechte Animation bereits am Restaurant des Platzes - Lagerfeuer, fiese und laute Schlagermusik und massenhaft Menschen, die laut waren.

Eher unabsichtlich fuhr ich über Schwerin. Bis Ludwigslust ist das kein Problem, leere, schöne Autobahnen. Danach dann aber über die Dörfer nach Celle. Das hält auf und verbraucht, obwohl die Strecke viel kürzer ist, mehr Diesel als die Fahrt über Hamburg.

Den Wohnwagen hatte ich am Nachmittag gar nicht erst abgehängt. Denn schon am nächsten Tag sollte es wieder losgehen.


Mein Fazit: Ein toller Campingplatz, ein toller Strand, eine tolle Stadt. Aber wehe, man erwischt die Hauptsaison. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es in Kühlungsborn im Sommer aussieht.

Matthias 29.12.2018, 21.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Reisen, Mecklenburg-Vorpommern, Ostsee,

Deutsche Rallycross Meisterschaft in Oschersleben

Vom 26. bis 28. Oktober steht der Shorty-Sporty nicht vor, sondern hinter dem Zaun. 

Wir waren wieder in Oschersleben. Diesmal allerdings nicht auf der Durchreise, sondern die Motorsport Arena war unser Ziel.

Die DRX (Deutsche Rallycross Meisterschaft) und Autocross standen auf dem Programm.


Da der Campingplatz geschlossen hatte, durfte ich die zwei Nächte für 25 Euro im Fahrerlager campen. Das ist toll. Man ist mitten im Geschehen, hat Strom, Wasser ist vor der Tür und richtige Toiletten und Duschen sind fix zu erreichen.

Blöd war, dass es unglaublich kalt gewesen ist. Himmel, noch vor ein paar Wochen bin ich im T-Shirt und in kurzer Hose durch die Gegend gelaufen. An diesem Wochenende hatte ich eine lange Unterhose an, trug ein Winter-T-Shirt und... trotzdem war mir kalt. 

Die Rennen waren... hmmmm... interessant. Leider gibt es in Oschersleben keine Jokerlap. Nach der ersten Runde steht mehr oder weniger fest, wer gewinnen wird. Zuschauer waren auch kaum da. Und am Sonntag - übrigens nach der Zeitumstellung - war es kaum möglich, vernünftige Fotos zu machen. Es war einfach zu dunkel. Außerdem hatte ich noch nicht so richtig begriffen, wie ein solches Wochenende ablaufen würde. Naja, die Veranstalter wohl auch nicht. Immer wieder kam es zu unerwarteten Pausen. Toll war es trotzdem.  Und ich werde wieder hinfahren, wenn dieses Event im nächsten Jahr wieder stattfinden wird und ich Zeit haben werde. 

Für Elvis und Tigra war es klasse. Nach den Rennen hatten wir den gesamten Nord-Bereich der Motorsport Arena für uns. Jagen, toben, schnuppern. Toll. Ich fand das eher "melancholisch". So, als wenn man den letzten Tag auf einem Campingplatz ist, der in die Winterpause geht.

Am Sonntag warf ich, in "tiefer Nacht" um 17:30 Uhr, den Diesel an und es ging zurück nach Celle. Diesmal fuhr ich erst Richtung Osten bis zur A14, um die Baustelle Richtung A2 zu umgehen. Das waren 20 Kilometer Umweg... die sich nicht gelohnt hatten.

Matthias 06.11.2018, 23.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Motorsport, Schlafplatz, Sachsen-Anhalt,

Pullman City - Eine Nacht mit Begleitung

Am Freitag, 14. September 2018, durfte Shorty-Sporty wieder auf Tour. Diesmal ging es für eine Nacht in den Ost-Harz - in die Pullman City in Hasselfelde. Die Fahrt war einfach und unkompliziert, wenig Verkehr, schönes Wetter und ein toller Blick von der B6 auf den Brocken. In Pullman City angekommen rauf auf den Campingplatz, ab zum Kassenhaus und ein Ticket für die Nacht gelöst. Es muss nur der Stellplatz bezahlt werden. Fünf Euro sind ein Schnäppchen. Dafür gibt es dann aber auch weder Strom noch eine Toilette. Egal. Wir, meine Kollegin und ich, hatten den Knaus direkt am Zaun zu den Longhorns gestellt. Und gleich dahinter waren die Büffel. Also hatten wir einen tollen Ausblick. 

Nachdem der Wohnwagen richtig stand und wir eine Runde mit den Hunden gedreht hatten, gingen wir in den Freizeitpark. Die Shows hatten wir, weil es schon spät am Nachmittag war, alle verpasst. Und so hatten wir die Stadt fast für uns allein. 

 

Nach dem ersten Rundgang durch die Stadt sind wir wieder zurück zum Wohnwagen gegangen, haben eine Tasse Kaffee getrunken und sind um ungefähr 20:00 Uhr in den Big Moose Saloon gegangen. "The Lennebrothers Band" spielten an diesem Abend Rock'n'Roll. Doch viel mehr als die Musik oder der Saloon hatten mich die Gäste überrascht. Nicht nur, dass recht viele Menschen dort waren, sondern besonders, dass die, die dort waren, fast alle ihre Westernklamotten an hatten. Cowboys, Indianer, Trapper, Sheriffs. Frauen in bombastischen Kleidern, Männer in schnieken Anzügen. Und ich Trottel hatte meinen Stetson im Wohnwagen vergessen. Egal. 

Viel Bier, leckere Burger, wilde Tänze. Und tatsächlich nette Menschen um uns herum. Ein toller Abend, an dem ich erst um 2:45 Uhr im Bett war. 

Doch die Dinette ist ein Problem. Meine Kollegin ist recht klein und hat mit dem 185 cm langen Bett keine Schwierigkeiten. Die Fläche, die sich mit einem Sitzkissen und dem Zusatzkissen bauen lässt, ist jedoch alles andere als eben. Für eine Nacht mag das gehen. Wer die zum Bett umgebaute Dinette jedoch für einen längeren Urlaub nutzen möchte, sollte sich dort etwas anderes einfallen lassen. 

Am Samstag Mittag ging es dann wieder zurück nach Celle. Und wieder tolles Wetter, leere Straßen und die Vorfreude auf einen unglaublich ruhigen Sonntag.

Diesmal durfte Shorty-Sporty 315 Kilometer laufen. 

Matthias 17.09.2018, 12.38| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Reisen, Schlafplatz, Sachsen-Anhalt, Bett,

Sachsenring - Mein erstes Wochenende mit dem Shorty-Sporty

Meine erste Fahrt mit dem Shorty-Sporty ging am Donnerstag, 6. September 2018, in strömendem Regen erst einmal... gar nicht los.

Ich hatte am Mittag meinen Neuen geholt, bin mit ihm zur Arbeit gefahren, habe dort Wasser aufgefüllt, war arbeiten und bin dann um ca. 19:00 Uhr zu Hause gewesen. Dort habe ich meine Sachen gepackt, bin duschen gewesen und wollte um 20:30 Uhr losfahren, um noch schnell bei Lidl ein paar Lebensmittel kaufen zu können. Als ich im Pathfinder saß, fing es übelst an zu regnen. Und als ich dann am Zündschlüssel drehte und statt des Diesels nur ein leises "klack-klack-klack" hörte, wusste ich sofort, dass ich vergessen hatte, den Kühlschrank auszuschalten. 

Die Batterie war leer, ich musste mir Starthilfe holen. Mein Vater kam, wir fummelten bei dem mittlerweile noch stärker gewordenem Regen herum. Irgendwann lief der Nissan, ich war nass. Und so ging es es dann erst um 21:20 Uhr los. Das mit dem Einkaufen konnte ich vergessen. 

Wochenlang nur Sonnenschein und Hitze. Und jetzt saß ich nass im Pathfinder, konnte schlecht sehen, weil es gefühlt der dunkelste Abend der Jahres war und mir die riesigen Regentropfen an die Windschutzscheibe knallten. Nach 15 Kilometern eine kurze Pause. Tanken. Dann weiter Richtung Autobahn in Braunschweig. Dort auf die A2 Richtung Berlin. Ich wurde müde und beschloss, an der ehemaligen Staatsgrenze in Marienborn zu schlafen. Dumm nur, dass es dort keinen freien Parkplatz für mich gab. Also wieder rauf auf die Autobahn und schnell einen neuen Plan entwickeln. 

Ich wusste, dass man an der Rennstrecke in Oschersleben gut schlafen kann. Jedenfalls dann, wenn dort keine Veranstaltung ist. So verließ ich die BAB 2 in Eilsleben und musste erst einmal eine riesige Umleitung fahren, weil der direkte Weg gesperrt war. Immerhin tröpfelte es nur noch. 

Auf dem Parkstreifen vor dem Haupteingang der Motorsport Arena stellte ich mein Gespann ab, kurbelte die Stützen runter und ging eine Runde mit den Hunden Elvis und Tigra. Dann ab ins Bett, eine Flasche Bier getrunken und Augen zu. Ich schlief super und wachte am Morgen erst um halb neun auf.

Diesen Platz zum Übernachten kann ich wirklich empfehlen. Man ist nicht ganz raus aus der Welt, ist trotzdem sicher und hat nachts seine Ruhe. Keine LKW, keine Menschen.



Kaffee im Bett, eine Runde mit den Hunden, ein zweiter Kaffee. Dann den Shorty-Sporty reisefertig machen und ab zum Marktkauf in Oschersleben. Ich musste ja den Einkauf noch nachholen. Um halb elf war ich auf der Autobahn A14 und fuhr Richtung Süden.

Am Nachmittag kam ich am Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal an. Der Mensch vom Campingplatz erkannte mich wieder und wusste sogar, wo ich im letzten Jahr gestanden hatte. Und das, obwohl mein Wohnwagen ja nun erheblich unauffälliger ist.

Der Platz ist an einem Abhang, die Deichsel ist zu lang, wir standen ein wenig schief. Außerdem drücken sich die Stützen in den matschigen Boden. Ich werde das "Problem" in naher Zukunft lösen. Aber überhaupt... die Stützen... was für eine Kurbelei. Gefühlt 80 Umdrehungen pro Ecke. 

Am Nachmittag, vor dem großen Regen, war ich an der Rennstrecke. Dann goß es erneut wie aus Küblen. Samstag und Sonntag war das Wetter dann aber wieder prima. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Und vor allem trocken. Schade, dass man am Sachsenring so schlecht gucken kann. Das ist echt keine zuschauerfreundliche Strecke. Und das, obwohl sie in dieser Form erst 2003 gebaut wurde. 

Als am Sonntag Nachmittag noch das letzte Rennen lief, ging ich zurück zum Campingplatz, packte meine Sachen, ging mit den Hunden auf die Wiese neben dem Campingplatz und machte mich anschließend auf die Socken Richtung Heimat. Als ich auf der A 14 war, rief ich die Polizei an, da direkt neben dem Standstreifen drei Rehe standen. Die Polizistin am Telefon war nett, was aus meinem Anruf wurde, weiß ich jedoch nicht.

Um ca. 22:30 Uhr war ich nach 875 Kilometern wieder zu Hause. 

Meine Erkenntnisse der ersten "richtigen" Fahrt: Es ist egal, wie breit ein Wohnwagen ist. Jedenfalls auf Bundesstraßen und Autobahnen. Viel entscheidender ist die Länge. Kurven kann ich nicht mehr so "sportlich" nehmen wie bisher und der Scheitelpunkt ist von nun an nicht mehr das angestrebte Ziel.

Dafür aber liegt der Shorty-Sporty wie ein Brett auf der Straße. Seitenwind und überholende LKW waren kaum zu spüren. Und das Gewicht? Was soll ich schreiben? Ich kann dazu nichts sagen. 190 PS und 450 NM hat der Pathfinder. Ich darf 3,5 Tonnen ziehen. Da sind die 1200 Kilo vom Knaus ein Kinderspiel. 

Meine Fotos von den Rennautos sind übrigens HIER auf Zonerama zu sehen.

Matthias 10.09.2018, 07.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Reisen | Tags: Schlafplatz, Motorsport, Breite, Sachsen,

Die erste Fahrt mit dem Shorty-Sporty

Meine erste Fahrt mit dem Sport ging vom Händler Rentmobil in Wesseling 370 Kilometer nach Celle. Der Sport fährt sich super, besonders auf der Autobahn. Ein Unterschied zum T@B ist so gut wie nicht festzustellen, obwohl der Sport ein paar Kilo schwerer, breiter und höher ist. Ein schnelles Überholmanöver? Kein Problem. Zurückschalten in den fünften, wenn es ganz schnell gehen muss in den vierten Gang und "pedal to the metal". Der Pathfinder hat mit seinen 190 PS und den 450 Nm leichtes Spiel.

Etwas ungewöhnlich ist für mich dann doch eher die Breite. War es bisher so, dass der T@B überall durchpasste, wo der Pathi durchkam, muss ich jetzt tatsächlich in die Spiegel gucken. 232 Zentimeter sind zwar ok, die 201 Zentimeter vom T@B aber waren einfacher. Ohne Zusatzspiegel geht jetzt nichts mehr. Mit meinen aktuellen Zusatzspiegeln kann ich übrigens nicht sehen, ob ich beim Überholen tatsächlich schon am Laster vorbei bin. Oder eben nicht. Ich brauche bei Gelegenheit "richtige" Spiegel.

Eine weitere Herausforderung überraschte mich dann aber noch viel mehr. Der lange Überhang und die knappe Bodenfreiheit machen das Rückwärtsfahren im Gelände gar nicht so einfach. Auch ein kleinerer Sandhaufen, ein Wall, eine Schräge usw. könnten schwierig werden. Gewöhnungssache oder ein echtes Problem? Ich werde es sehen.

Da ich erst um 17:00 Uhr in Wesseling losgekommen war, auf den Autobahnen der Teufel tobte und ich müde war, bin ich nur bis zur Raststätte "Lipperland Süd" gefahren. Die übrigens ist sehr zu empfehlen. Noch wirkt alles neu, aufgeräumt und sauber. Für PKW mit Hänger gibt es eigene Stellplätze. Dort stehen in der Nacht zwar auch ein paar Trucks, aber im Gegensatz zu vielen anderen Raststätten ist hier die Suche nach einem freien Plätzchen nicht völlig sinnlos. Die Schwerlaststützen werden sich sicherlich irgendwann als nützlich erweisen. Auf einer ebenen Fläche allerdings muss man ganz schön oft drehen, bis die Stützen endlich den Boden berühren.

Schlafen konnte ich in dem wirklich langen Bett super. Wobei das Bett sehr hoch ist und Elvis, mein alter Hund, es nicht schafft, allein hineinzuspringen. Wahrscheinlich aber hätte er es auch nicht geschafft, als er noch jünger war. Für die junge Tigra ist das kein Problem. Dafür allerdings musste sie ihren Platz im Bett erst noch finden. Gefühlt hatte sie sich alle 10 Minuten "umgebettet".

Ich werde eine Leselampe brauchen. Zwar sind im Bett sogar zwei installiert, dummerweise aber auf der Seite, an der meine Füße liegen. Ich bevorzuge es nämlich, mit dem Kopf am Fenster zu schlafen. An der fensterlosen Badseite werde ich einen Fernseher installieren. Von der Sitzecke aus muss ich ihn nicht sehen können.

Da ich erst sehr spät in Celle angekommen war, musste ich den Shorty-Sporty mit zur Arbeit nehmen. Nach Feierabend hatte ich ihn dann meinen Eltern gezeigt, bin zum "Fototermin" aus dem Dorf rausgefahren und habe ihn anschließend auf seinem Parkplatz abgestellt. 

Mein erster Eindruck nach einer Nacht. Es ist prima, hat jedoch nicht das gemütliche Zeltflair des T@Bs. Und an einigen Stellen wirkt er ein wenig billig und nicht sehr stabil. Ich werde den Einlegeboden im Kleiderschrank sehr genau beobachten.

Matthias 24.08.2018, 17.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sport 420 QD | Tags: Raststätte, Erfahrungen, Zusatzspiegel, Breite,

Sport statt T@B

Es ist vollbracht. Am 21. August um 17:00 Uhr hing der Knaus Sport 420 QD in Wesseling am Haken meines Pathfinders. Der T@B ist Geschichte.

Die Entscheidung, mich von meinem T@B zu trennen, ist schon vor ungefähr einem Jahr gefallen. Und ich hatte sie mir nicht leicht gemacht.

Denn es gab viele Gründe, die dafür, aber auch viele, die dagegen sprachen. Ausschlaggebend war dann aber, dass der T@B zusehens verrottete. Der Lack vom Dach blätterte in großen Flatschen ab, die Tür zerbröselte, die Schaniere der Möbel gaben nach und nach den Geist auf. Und dann waren da noch die Außen-Anbauteile aus Plastik, die Stück für Stück zerbrachen. Es waren einfach zu viele Baustellen, um Hand anzulegen. Zumal er mir mit zwei Hunden auch ein wenig zu eng wurde. Man wird ja nicht jünger.

Dafür war die Entscheidung, was für einen Wohnwagen ich mir kaufen würde, sehr einfach. Ich wollte ein Bett mit über zwei Metern Länge, eine separate Sitzecke und eine Innenhöhe von mindestens 195 Zentimetern. Dazu einen Preis, der mir nich völlig den Grund unter dem Boden wegziehen würde. Übrig blieb der Knaus Sport 420 QD. Über die Erlebnisse, die ich mit ihm haben werde, berichte ich in diesem Weblog. Aber sicherlich wird es auch immer wieder Vergleiche zu 11 Jahren T@B geben. 

Matthias 21.08.2018, 17.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sport 420 QD